Rund 15 KFOR-Fahrzeuge hätten die Straßensperre bei der Gemeinde Zvecan unter Geleit serbischer Polizei passieren dürfen, teilten serbische Politiker mit. Am Vorabend waren rund 20 KFOR-Fahrzeuge an der Durchfahrt gehindert worden. Sie mussten wieder in ihre Basis zurückkehren.
Die serbische Minderheit im fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo hatte zuvor auch an zahlreichen anderen Orten erneut Straßensperren errichtet. Sie blockierten mit Schotter und schweren Lastwagen die Transitroute vom Kosovo in Richtung Serbien am Stadtausgang von Mitrovica ebenso wie in den Gemeinden Leposavic, Zubin Potok und Rudare.
Zwei betroffene Grenzübergänge
Ihre Landsleute wollten damit verhindern, dass die albanisch dominierte Kosovo-Regierung wie angekündigt die bisher serbisch kontrollierten Grenzübergänge Jarinje und Brnjak übernimmt, begründeten mehrere serbische Bürgermeister diese Aktion. Kosovo-Regierungschef Hashim Thaci hatte zuvor noch einmal versichert, Zöllner und Grenzpolizisten aus Pristina würden an diesem Freitag die beiden Grenzübergänge übernehmen.
Die Serben stellen im Kosovo insgesamt nur noch einen Bevölkerungsanteil von zehn Prozent, im Norden des Landes jedoch die Mehrheit. Bisher hatte die Kosovo-Regierung dort keinen Einfluss, weil Serbien seine Landsleute mit jährlich Hunderten Millionen Euro unterstützte.
Zu Demaart
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