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Schifffahrt wegen Niedrigwasser eingestellt

Schifffahrt wegen Niedrigwasser eingestellt

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LUXEMBURG - Die Schifffahrt auf der Mosel ist seit Dienstag nur eingeschränkt möglich. Grund sind Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten an den Schleusen.

In Detuschland werden die Schiffsschleusen Wintrich, Detzem, Trier, Grevenmacher-Wellen, Stadtbredimus-Palzem, Enkirch, St. Aldegund, Fankel, Müden, Lehmen und Koblenz 1 (große Schleusenkammer) vom 24. Mai, 00:00 Uhr bis voraussichtlich 31. Mai, 24 Uhr außer Betrieb genommen. Die Stauhaltung Müden wird um 2 Meter abgesenkt, die Stauhaltung Fankel um 70 Zentimeter. Die Maßnahmen in diesem Jahr umfassen neben der Instandsetzung der Schleusentore, die Instandsetzung des Betons der Schleusenkammern, der Schleusenausrüstung und der Torantriebe sowie die Durchführung von Stahlbauarbeiten an den Torkonstruktionen der Schiffsschleusen, die der Verbesserung des Betriebes und der Unterhaltung der Anlagen dienen. Außerdem werden Bauwerksprüfungen an den Schleusen Koblenz 1 und Enkirch durchgeführt.

Logo" class="infobox_img" />Die Schleuse in Stadtbredimus bleibt vom 24. bis zum 31. Mai zu.

Frankreich profitiert ebenfalls vom Absenken des Pegels, um Unterhalts- und Reparaturarbeiten durchzuführen. In Frankreich werden alle Moselschleusen zwischen Apach und Custines überprüft. Die Sperrung dauert in Frankreich sogar zwei Tage länger als in Deutschland und in Luxemburg. Sie beginnt schon am 23. Mai und dauert bis zum 1. Juni. Aber auch auf Nebenflüssen der Mosel wird fleißig saniert, unter anderem an der Saar.

Auch in Luxemburg

Die Stauhaltung Stadtbredimus wird um 1,80 Meter abgesenkt. Folge: Unter anderem der Freizeithafen von Schwebsingen wurde trockengelegt. Die dortigen Boote wurden an Land gebracht.

Welche Arbeiten sind an den luxemburgischen Schleusen geplant? Norbert Schilling vom «Service de la Navigation» erklärte Tageblatt.lu, dass im Bereich der Schleuse in Stadtbredimus unter anderem Sanierungsmaßnahmen an einem Liegeplatz vorgenommen werden. In Remich wird die Straßenbauverwaltung einen Schiffsquai erneuern. Außerdem wird in der Schleuse in Stadtbredimus an den Schleusentoren gearbeitet und eine Betonsanierung durchgeführt. Schließlich wird das Untertor der Schleuse Grevenmacher überholt.

Aufstauen schon am Samstag

Die Arbeiten müssen schnell durchgeführt werden. Beim «Service de la Navigation» geht man davon aus, dass bereits am Samstagmittag oder Abend wieder mit dem Aufstauen begonnen werden kann. Ab dem 31. Mai um Mitternacht wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Schifffahrt wieder freigegeben. Es dauere aber im Normalfall ein Tag, bis der Verkehr auf der Mosel sich wieder normalisiert, so Norbert Schilling. Die letzte Absenkung der Mosel wurde 1996 vorgenommen. Aber auch zwischen den Moselabsenkungen werden jedes Jahr Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Schleusen vorgenommen, betont Norbert Schilling.

Wie steht es jedoch mit dem Fischschutz? Man habe extra die Absenkung langsam vorgenommen, um den Fischen eine Chance zu geben, ihre Brut in Sicherheit zu bringen, erklärt der Mitarbeiter des „Service de la Navigation“. Klagen der Fischer seien noch keine eingegangen.

Früh informiert

Im Allgemeinen seien die Betroffenen (Schiffseigner, Wassersportclubs, Fischerverband usw.) sehr früh über die Absenkung des Pegels informiert worden. Die kommerzielle Schifffahrt wurde ganz eingestellt. Die Freizeitschifffahrt ihrerseits könne sich frei zwischen den Schleusen bewegen, so Norbert Schilling.

Die Fundsachen, die bei dem Absenken des Wasserpegels zum Vorschein kamen, werden alle fachgerecht entsorgt. Wertgegenstände (vor allem Schmuck) werden der Polizei übergeben, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums Tageblatt.lu.