Die Regierung in Amman kündigte an, die für den Aufruhr im Lager Saatari Verantwortlichen abzuschieben. Zahlen wurden nicht genannt. Flüchtlinge in Saatari hatten am Dienstag gegen die Bedingungen in der Notunterkunft protestiert.
Im Heimatland der Menschen zeichnet sich kein Ende der zermürbenden Kämpfe ab. Dem Bürgerkrieg fielen nach
Oppositionsangaben bereits mindestens 20.000 Menschen zum Opfer.
«Regionale und globale Schlacht»
Syrien befinde sich in einer «regionalen und globalen Schlacht»,
erklärte Präsident Baschar Assad am Mittwoch in einem Interview des
syrischen Fernsehsenders Dunja. Um diese zu gewinnen, brauche es Zeit. «Wir kommen voran. Die Situation ist praktisch besser, aber sie ist noch nicht entschieden worden.» Zeit. «Wir kommen voran. Die Situation ist praktisch besser, aber sie ist noch nicht entschieden worden.»
Assad würdigte das syrische Volk, das hinter ihm und seinen Streitkräften stehe. «Das Schicksal Syriens (…) liegt in euren Händen.» Mit Blick auf ranghohe Politiker und Militärs, die ihm den Rücken gekehrt haben, sagte Assad: «Überlaufen ist ein positiver
Prozess. In der Regel ist es eine Selbstreinigung des Staates und
der Nation.» Mit einem Lächeln forderte er die Syrer auf, Fluchtwillige zu ermutigen. «Wer flieht, ist entweder schwach oder
schlecht.»
Türkei fordert Schutzzonen
Angesichts der zunehmenden Zahl syrischer Flüchtlinge, die vor der Gewalt in ihrer Heimat in die Türkei fliehen, will der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu den UN-Sicherheitsrat zur Einrichtung einer Sicherheitszone für Flüchtlinge in Syrien auffordern. Wenn man es mit Hunderttausenden Flüchtlingen zu tun habe, sei dies nicht mehr das Problem eines einzigen Landes, sondern ein Internationales.
In der Türkei ist die Zahl der syrischen Flüchtlinge inzwischen
auf mehr als 80.000 angestiegen. Alle neun Flüchtlingslager entlang der türkischen Grenze zu Syrien sind voll. Die Regierung hat mit der Errichtung von vier weiteren Lagern begonnen, um neu eintreffende Menschen aufnehmen zu können.
Zu Demaart
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