Montag26. Januar 2026

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«Psychotisch» und «paranoid schizophren»

«Psychotisch» und «paranoid schizophren»
(dpa)

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Der Norweger Anders Behring Breivik kann für die Tötung von 77 Menschen wahrscheinlich nicht strafrechtlich belangt werden. Die Staatsanwaltschaft in Oslo bestätigte am Dienstag, er für unzurechnungsfähig erklärt wurde.

Der Norweger Anders Behring kann für die Tötung von 77 Menschen wahrscheinlich nicht vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Wie die Online-Ausgabe der Zeitung «VG» am Dienstag meldete, haben zwei Rechtspsychiater den 32-Jährigen überraschend für unzurechnungsfähig erklärt. Breivik hatte am 22. Juli zuerst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und danach ein Massaker auf der Insel Utøya verübt.

Die endgültige Entscheidung über die Zurechnungsfähigkeit trifft das zuständige Gericht. Schließt es sich der Auffassung der Psychiater an, kann Breivik nicht verurteilt, sondern nur per Beschluss auf unbestimmte Zeit in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden. Staatsanwältin Inga Bejer Engh sagte, das ab April 2012 geplante Gerichtsverfahren werde vom Ablauf her in etwa gleich ablaufen. «Der einzige Unterschied wird, dass wir den Täter bei Unzurechnungsfähigkeit nicht zu Haft verurteilen lassen können.»

«Größenwahnsinn»

Der zuständige Staatsanwalt Svein Holden gab weiter an, dass Breivik nach Meinung der Psychiater komplett von «bizarren und größenwahnsinnigen Zwangsvorstellungen» beherrscht sei. «Danach kann er nach eigener Auffassung entscheiden, wer leben darf und wer sterben darf», berichtete Holden weiter aus dem 243 Seiten umfassenden Gutachten.

Breivik hatte sein Verbrechen jahrelang in allen Einzelheiten vorbereitet. Holden sagte weiter, die Rechtspsychiater hätten ihn als jemand geschildert, «der sich für den perfektesten Ritter seit dem Zweiten Weltkrieg hält».

Breivik habe in den 13 Gesprächen von insgesamt 36 Stunden Dauer auch vermittelt, dass er sich für einen «zukünftigen Regenten Norwegens halte». Er habe auch menschliche «Zuchtprojekte mit Norwegern in Reservaten» angekündigt.