Der 50-Jährigen und ihrem Mann Iñaki Urdangarin wird Steuerbetrug in zwei Fällen vorgeworfen. In dem Verfahren drohen der Infantin bis zu acht Jahre Haft. Der Prozess gegen das Paar und 16 Mitangeklagte soll sechs Monate dauern.
Wegen der Vielzahl von Angeklagten und Anwälten sowie des großen Medieninteresses wurde der Prozess vom Gericht in einen größeren Gebäudekomplex am Rand von Palma de Mallorce verlegt. Cristina und ihr Mann sollen ein Immobilienberatungsunternehmen als Tarnfirma genutzt haben, um sich einen extravaganten Lebensstil zu finanzieren.
Demnach soll der frühere Handballspieler und Olympiamedaillengewinner Urdangarin mit Hilfe seines Titels als Herzog von Palma über das von ihm mit einem Geschäftspartner gegründete Nóos-Institut öffentliche Gelder in Höhe von rund sechs Millionen Euro veruntreut haben.
Die gemeinnützige Stiftung vermittelte Seminare und Sportveranstaltungen zur Tourismusförderung, darunter viele auf Mallorca.
Den Vorwürfen zufolge fanden einige der Veranstaltungen nie statt oder wurden vor Beginn der Finanzkrise 2008 zu überhöhten Preisen in Rechnung gestellt. Geld floss an die Immobilienfirma Aizoon, die persönliche Ausgaben der Prinzessin und ihres Mannes beglich. Dieses Geld hätte den Steuerbehörden als Einkommen gemeldet werden müssen, doch soll dies nicht geschehen sein.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können