Polizeigewerkschaften kritisieren am Samstag scharf den Bürgermeister von Brüssel, Yvan Mayeur, berichtet BRF online. Sie sprechen von unterlassener Hilfeleistung. Yvan Mayeur «habe die Polizei als Kanonenfutter missbraucht», da keine mobile Einheiten zu den angegriffenen Polizisten geschickt wurden, prangert die Gewerkschaft CGSLB an.
Mehr als eine Stunde lang mussten Polizisten in Brüssel zusehen, wie ihre Kollegen mit Knüppeln, Pflastersteinen und anderen Gegenständen brutal angegriffen wurden, berichtet ein namentlich nicht genannter Beamter. Als keine Hilfe in Sicht war, entschieden sie eigenmächtig, Tränengas gegen die gewaltbereiten Demonstranten einzusetzen, heißt es in einem Bericht auf BRF online am Samstag.
111 verletzte Polizisten
111 verletzte Polizeibeamte, das ist die provisorische Bilanz nach den Ausschreitungen in Brüssel nach der «Nationalen Demonstration» am Donnerstag. Darüber berichtet die belgische Tageszeitung «L’Avenir» am Samstag in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Brüssel. Bei den Verletzungen handelt es sich hauptsächlich um Prellungen an Beinen und Füßen, Knochenbrüche und eine Gehirnerschütterung.
Am vergangenen Donnerstag waren Hunderttausende Arbeitnehmer auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik der Regierung von Charles Michel zu protestieren. Dabei kam es am Rande der Veranstaltung zu brutalen Zusammenstößen zwischen Polizei und gewaltbereite Demo-Teilnehmern. Teilnehmer warfen mit Gegenständen und Pflastersteinen gegen die Beamten.
Ein Mann, dem vorgeworfen wird, fünf Polizisten verletzt zu haben, wurde verhaftet. Er wird sich in den kommenden Tagen vor der Justiz verantworten müssen, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ob sich ultra-rechte Anhänger unter den gewaltbereiten Demonstranten befanden, ist noch unklar, so der Sprecher weiter.
Zu Demaart









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