Sonntag18. Januar 2026

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Müssen als Land nicht unter den Rettungsschirm

Müssen als Land nicht unter den Rettungsschirm
(AFP)

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Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos hat einen Antrag auf umfassende EU-Hilfen für sein Land ausgeschlossen. Schlechte Nachrichten gab es außerdem über die Entwicklungen in Spaniens Wirtschaft.

Auf die Frage, ob Spanien möglicherweise ganz unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen könnte, sagte Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag: «Absolut nicht.»

Bislang ist ein Milliarden-Paket für den kriselnden Bankensektor beschlossen. Das Platzen der Immobilienblase hat der Branche hart zugesetzt. Zuletzt waren Sorgen aufgekommen, dass sich die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone ganz unter den EU-Rettungsschirm flüchten muss. In mindestens zwei Regionen des Landes gibt es einen Finanzbedarf, den vermutlich die Zentralregierung in Madrid decken muss. Die Renditen für spanische Anleihen kletterten ebenso wie die Kosten für Kreditausfallversicherungen für Anleihen des Landes.

Wirtschaft schrumpft

In Spanien hat die Wirtschaft, nach Ansicht der Notenbank, auch im zweiten Quartal kräftig an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandsprodukt sei zwischen April und Juni voraussichtlich um 0,4 Prozent zum Vorquartal geschrumpft, teilte die Zentralbank am Montag in ihrem Monatsbericht mit.

Bereits zum Jahresanfang hatte es ein Minus von 0,3 Prozent gegeben. Damit beschleunigt die Konjunktur in dem hoch verschuldeten Land ihre Talfahrt weiter. Spanien kämpft derzeit mit extrem hohen Refinanzierungskosten an den Finanzmärkten und musste bereits für seine angeschlagenen Banken Milliarden-Hilfen vom Euro-Rettungsfonds EFSF beantragen. Die offiziellen BIP-Daten sollen am 30. Juli veröffentlicht werden.