Bei einem Selbstmordanschlag der islamistischen Shebab-Miliz auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Unter den Toten seien mehrere Wachleute, zudem seien zehn Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeivertreter am Dienstag.
Der Attentäter habe mit seinem Fahrzeug einen Checkpoint gerammt und sei von Sicherheitskräften beschossen worden, bevor er seinen Wagen vor dem Hotel nahe dem Präsidentenpalast zur Explosion brachte. Die Explosion sei gewaltig gewesen, doch sei die Opferzahl geringer als befürchtet, sagte der Polizeivertreter.
Hotel bereits mehrmals Ziel
Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurden umliegende Gebäude schwer beschädigt. Die Shebab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag und erklärte zur Begründung, das Hotel sei attackiert worden, weil es in der Nähe des Präsidentenpalasts liege und «Ungläubige» beherberge.
Das bei Regierungsmitarbeitern, Geschäftsleuten und Diplomaten beliebte Hotel war bereits im Januar 2015 und dieses Jahr im Februar das Ziel von Anschlägen. Im Januar 2015 waren am Vorabend eines Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan fünf Menschen getötet worden. Im Februar dieses Jahres starben 14 Menschen, als zwei Sprengsätze vor dem Hotel und dem benachbarten Friedensgarten gezündet wurden.
Zu Demaart
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