Montag2. Februar 2026

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Mehrere Tote bei Selbstmord-Anschlag

Mehrere Tote bei Selbstmord-Anschlag
(AFP)

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Die Serie von Bombenanschlägen auf Schiiten in Pakistan reißt nicht ab: Ein Selbstmordattentäter griff in der Nacht auf Donnerstag eine Prozession der muslimischen Glaubensgruppe an und riss dabei 23 Menschen in den Tod.

Der Anschlag ereignete sich bei der nahe Islamabad gelegenen Stadt Rawalpindi, wie ein Sprecher der Rettungskräfte mitteilte. Demnach wurden mindestens 62 Menschen durch die Detonation verwundet. Unter den Opfern waren auch Kinder.

Die Polizei habe den Angreifer zunächst durchsuchen wollen, als er sich der Prozession anschließen wollte, sagte der ranghohe Beamte Hasseb Shah. Allerdings sei der Attentäter an den Polizisten vorbeigerannt und habe seinen Sprengstoff zur Explosion gebracht, als die Gläubigen gerade eine schiitische Gebetsstätte verlassen hätten. Zudem habe er auch Granaten bei sich getragen, die zum Teil explodiert seien. Die Kombination aus Sprengstoff und Granaten habe vermutlich zu den hohen Opferzahlen geführt, sagte Shah.

Andauernden Konflikt

Erst am Mittwochmorgen waren bei der Detonation zweier Bomben vor einer schiitischen Moschee in der südlichen Stadt Karachi laut Polizei mindestens ein Mensch getötet und etliche weitere verwundet worden.

Die jüngsten Bluttaten fallen in den für Schiiten heiligen Monat Muharram. Am kommenden Samstag feiern sie das Aschura-Fest, an dem die Gläubigen des Todes von Imam Hussein gedenken, den sie als legitimen Nachfolger seines Großvaters, des Propheten Mohammed, anerkennen.

In Pakistan kommt es immer wieder zu religiös motivierten Anschlägen von radikalen Sunniten und Schiiten. Das Gros der Angriffe richtete sich in den vergangenen Jahren gegen Schiiten, die in dem Land in der Minderheit sind.