Donnerstag19. Februar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Mediziner unter Dauerbeschuss

Mediziner unter Dauerbeschuss
(AFP)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Ärzte ohne Grenzen ist der Verzweifelung nahe. Dutzende Gesundheitszentren wurden in Syrien bereits angegriffen, 81 Mitglieder des medizinischen Personals getötet oder verletzt.

Im Syrien-Konflikt sind im vergangenen Jahr mehr als 60 Gesundheitszentren angegriffen worden, die von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) unterstützt werden. Wie MSF am Donnerstag mitteilte, wurden bei den Angriffen 81 Mitglieder des medizinischen Personals getötet oder verletzt. Zwölf Gesundheitszentren seien zerstört worden.

Die Organisation MSF verfügt nach eigenen Angaben nur noch über drei Gesundheitszentren in Syrien, die von ihr selbst verwaltet werden. Nachdem fünf ihrer entsandten Kräfte in Latakia im Nordwesten im Januar 2014 entführt und einige Monate später wieder freigelassen worden waren, engagiert sich MSF verstärkt beim Versenden von Material und Medikamenten.

«Gezielte» Attacken

In den von der Organisation erfassten Einrichtungen habe es 2015 rund 7.000 registrierte Kriegs-Todesfälle und 155.000 Verletzte gegeben, heißt es in dem MSF-Bericht. Die Organisation beklagte, dass es auch vier sogenannte «Doppelschläge» gegen Gesundheitszentren gegeben habe. Gemeint sind damit Angriffe, bei denen nach einer ersten Attacke eine weitere erfolgt, wenn das medizinische Personal eingetroffen ist, um die Opfer des ersten Angriffs zu versorgen. In solchen Fällen werde nicht nur «blinde Gewalt» angewendet, sondern es seien «gezielte» Attacken auf das Hilfspersonal bei Verletzung des internationalen humanitären Rechts.