Montag12. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Wieder brennt ein Auto in der rue du Fossé

Wieder brennt ein Auto in der rue du Fossé
(SI Esch/Alzette)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Wieder ist in Esch ein Auto in Flammen aufgegangen. Wieder ist es die Ecke rue du Fossé/Grand-rue, wo die Brandstiftung geschah. Und wieder stellt sich die Frage, wann der Spuk mit dem Feuerteufel ein Ende hat.

Es hat mal wieder gebrannt in der rue du Fossé. In der Nacht zum gestrigen Dienstag, um 0.55 Uhr, bemerken Passanten den brennenden Hinterreifen eines Pkws. Sie alarmieren die Feuerwehr. Doch das Feuer greift schnell auf den Rest des Wagens und dann auf ein in unmittelbarer Nachbarschaft abgestelltes Auto über.

Logo" class="infobox_img" />Wenn der Reifen erst mal brennt, ist es meist zu spät und ums Auto geschehen, so auch beim jüngsten Zwischenfall in Esch. (SI Esch/Alzette)

Die Escher Feuerwehr bekommt das Feuer nach ihrem Eintreffen schnell in den Griff. Ein Auto brennt trotzdem aus – und alte Fragen kommen wieder auf. Nämlich die, ob weiterhin ein Brandstifter in der Ecke rue du Fossé, rue Origer, Grand-rue sein Unwesen treibt. Die Fahrzeugbrände, wohl immer nach dem gleichen Muster ablaufend, sind zu häufig geworden, als dass sich diese Frage nicht aufdrängte.

Letztes Jahr, zu Allerheiligen, hatten die Autobrände ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, als in einer einzigen Nacht, an einem Ort, in der rue du Fossé, gleich sechs Pkws abbrannten. Doch auch anschließend und trotz intensiver Ermittlungsarbeit der Polizei reißt die Serie nicht ab. Nur dass zwei Brandstiftungen an Gebäuden im Baustadium dazukommen. Zweimal, am 24. November 2013 und am 1. Mai dieses Jahres, werden an noch unfertigen Wohnhäusern Isolationsplatten in Brand gesteckt, dies zuerst in der Grand-rue und dann in den Nonnewisen.

Ein Auto brennt in der Grand-rue erstmals wieder am 4. Mai 2014. Zehn Tage später, am 14. Mai, kommt es fast zum nächsten Brand, dieses Mal in der rue Origer. Einen Katzensprung von Grand-rue und rue du Fossé entfernt, nimmt die Polizei einen mutmaßlichen Brandstifter, quasi auf frischer Tat ertappt, fest.

Der Mann soll laut einem Zeugen versucht haben, einen in der rue Origer abgestellten Lastwagen in Brand zu setzen. Auf die Festnahme folgt die durch die Staatsanwaltschaft verordnete Untersuchungshaft, weiterführende Ermittlungen inklusive. Wo dieser Fall dran ist und ob der Mann noch in Untersuchungshaft sitzt, konnte gestern von keiner zuständigen Stelle beantwortet werden.

Unterwegs mit dem Grillanzünder

Seitdem ist es ruhig gewesen in der Ecke um die Grand-rue. Bis zur vorgestrigen Nacht eben, als wieder ein Auto brannte und sich wieder die Frage stellte, ob der tatsächliche Brandstifter noch unterwegs ist.

Dass die Passanten im jüngsten Fall zuerst einen brennenden Hinterreifen wahrnehmen, lässt auf das gleiche Muster wie bei den vorausgegangenen Brandstiftungen schließen. Ein Muster, das demjenigen von Brandstiftungen an Autos im Ausland entspricht. Um das Auto in Brand zu stecken, wird quasi im Vorbeigehen ein handelsüblicher Grillanzünder angezündet. Nun reicht es, diesen beiläufig neben einem abgestellten Wagen fallen zu lassen.

Bis der Reifen Feuer fängt, dauert es gut und gerne eine Viertelstunde. Zeit genug für den Brandstifter, sich weit genug vom Tatort zu entfernen. Wenn der Reifen aber bis brennt, geht es schnell, das Auto steht in Brand – und die Ermittler tappen im Dunkeln.