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Volksfest mit Maria von Fátima

Volksfest mit Maria von Fátima
(Tageblatt/Olivier Halmes)

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Jedes Jahr kommen tausende Portugiesen und Kapverdianer zu Christi Himmelfahrt nach Wiltz. Sie pilgern zur Marienfigur „op Bässent“ um die heilige Jungfrau Maria von Fátima zu ehren.

Schon auf dem Weg nach Wiltz sieht man entlang der Strasse zahlreiche portugiesische Familien und grössere Gruppen grillen. Der blauer Dunst nach gebratenen Hähnchen und Sardinen setzt sich bis in die Ortschaft hinein fort. Auch hier wird überall gebrutzelt und gebraten.

Viele Portugiesen sind schon am Vorabend angekommen und haben gezeltet. Ein kleiner Teil von ihnen war auch zu Fuß gepilgert. Ihr gemeinsames Ziel ist die Kirche von Niederwiltz. Von dort aus geht es wie jedes Jahr zur Figur der Jungfrau von Fátima zum Ort „op Bässent“ oberhalb von Wiltz. Seit 1958 befindet sich dort ein Kreuzgang mit einer Marienstatue. Dieser wurde von Wiltzer Bürger angelegt aus Dank, dass sie die Schrecken des zweiten Weltkriegs überlebt hatten.

Marienkult und Volksfest

In Portugal herrscht ein grosser Marienkult. Laut christlicher Geschichtsschreibung soll im Jahr 1917 den Kindern Lucia, Francisco und Jacinta im Ort Fátima, die heilige Maria erschienen sein. Ab den 60er Jahren nahm dann die Immigration der Portugiesen nach Luxemburg zu. 1968 fand die erste portugiesischen Pilgerfahrt in Wiltz statt. Was einst als Wallfahrt begonnen hatte, ist heute ein regelrechtes Volksfest geworden. Portugiesen und Kapverdianer feiern an diesem Tag mit ihren Familien und Freunden.