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Die ersten von 2,5 Millionen Tonnen

Die ersten von 2,5 Millionen Tonnen
(Faussems)

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Als im März 2014 auf der Monnericher Bauschuttdeponie der Boden rutschte, gab es bei der Ablagerung von Bauschutt ein nationales Problem. Am Dienstag wurde die neue Deponie in Strassen in Betrieb genommen.

Von einem Tag auf den anderen fiel mit Monnerich eine von zu dem Zeitpunkt zehn Deponien «aus». Bei den riesigen Mengen, die tagtäglich in Luxemburg anfallen, mussten schnell Lösungen her. Eine erste war die Inbetriebnahme einer weiteren Deponie auf «Gadderscheier» (Gemeinde Sanem) im September 2014. Diese war bereits in Planung gewesen; besagte Planungen wurden ab dem Monnericher Erdrutsch «beschleunigt».

Aktive Deponien

Deponien, wo aktuell Bauschutt abgelagert werden kann, gibt es mit Strassen nun elf an der Zahl:

Altwies, Bridel, Brouch, Colmar-Berg, Folkendingen, Gadderscheier (Gemeinde Sanem), Hosingen, Moersdorf (bei Wasserbillig), Nothum, Remerschen-Schengen und Strassen.

Eine weitere ist in Folschette genehmigt; hier muss noch der Zugang geplant werden.

(clc)

Auch aufs Gaspedal getreten wurde bei den ebenfalls bereits laufenden Planungen für die Deponie in Strassen. Im April sollte diese in Betrieb gehen, mit minimaler Verspätung wurden am Dienstag dort die ersten Bauschutt-Lkws gesichtet – und das gleich in sehr großer Zahl, wie kaum anders zu erwarten. Schlange stehen war angesagt.

Verkehr und Sauberkeit

Die Deponie liegt rechtsseitig neben der Autobahn A6 in Fahrtrichtung Luxemburg und hat ihre Zufahrt ab dem Verteilerkreis der Autobahn-Auf/Abfahrt Bridel. Wie sich die Deponie auf den Verkehr an dieser Stelle auswirkt – sowie auf die Sauberkeit der Fahrbahnen, siehe Beispiel Auf/Abfahrt «Monkeler» (LINK) an der Escher A4 –, ist demnach auch eine Frage, die sich nun stellt.

Die Strassener Deponie ist ausgelegt, um 2,5 Millionen Tonnen Bauschutt aufzunehmen. Ihre theoretische „Lebensdauer“ beträgt damit drei bis vier Jahre.

Zum Vergleich: 2012 wurden in Luxemburg 3,466 Millionen Tonnen Bauschutt auf Deponien abgelagert (sowie deren 3,512 Millionen wiederverwertet). Die Zahlen für 2013 und 2014 liegen noch nicht vor. Die größte Menge in den letzten Jahren fiel derweil 2009 an: 6,468 Millionen wurden damals abgelagert sowie 2,744 Millionen wiederverwertet.

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