Bis zu drei Cargolux-Maschinen wechseln den Heimflughafen von Luxemburg nach Italien. 25 italienische Piloten werden dafür eingestellt, heißt es. Wie das «Luxemburger Wort» (LW) am Mittwoch berichtet, geschieht die Auslagerung aus Kostengründen. «Es geht darum, die Crew-Kosten zu verringern, ohne Flüge aus Luxemburg zu verlagern», so Cargolux-Chef Dirk Reich gegenüber LW. Konkret betroffen sind 100 Stellen schreibt das Blatt. Was mit ihnen passiert, darüber hüllt sich die Leitung der Frachtairline in Schweigen.
«Cargolux-China»
Auch die Gerüchte zur Gründung einer neuen Airline zwischen Luxemburg und HNCA sorgen bei Gewerkschaften und Piloten weiterhin für Unmut. Die Gewerkschaften fürchten Dumping-Löhne und eine Standort-Änderung. Die Gründung einer neuen Airline mit HNCA wurde noch Ende 2014 von Dirk Reich als «Missverständnis» dementiert. Im «Wort»-Gespräch gibt sich Reich weniger zugeknöpft. Cargolux würde 25 Prozent der Anteile am neuen Unternehmen kaufen, bestätigt er. HNCA soll 51 Prozent übernehmen, für die restlichen 24 Prozent, wird Reich zitiert, würde man «begrüßen», wenn der Staat oder andere Cargolux-Anteilshaber ins Unternehmen einsteigen würden.
Ob der Deal während der aktuellen Arbeitsvisite von Infrastruktur-Minister Bausch in China zu Stande kommt, bleibt abzuwarten. Anfang November 2014 versicherte François Bausch nach einem Treffen mit den Gewerkschaften «Luxemburg bleibt». Dieser Punkt steht nicht auf dem offiziellen Programm des Ministers.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können