Dienstag13. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

London lehnt Transaktionssteuer ab

London lehnt Transaktionssteuer ab
(dpa-Archiv)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Großbritannien lehnt eine auf Europa beschränkte Besteuerung von Finanzgeschäften ab. Jede Einführung einer sogenannten Transaktionssteuer müsse weltweit erfolgen.

So äußerte sich ein Sprecher des britischen Finanzministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Sonst würden die Finanzgeschäfte nur in Länder verlagert, die den Kauf und Verkauf von Wertpapieren nicht besteuerten. Ähnlich äußerte sich die britische Bankenvereinigung (BBA): Länder, die im Alleingang die Steuer einführten, müssten wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen, hieß es. Profitieren von einem europäischen Alleingang würden nur Finanzplätze wie New York oder Hongkong, stimmte der britische Arbeitgeberverband (CBI) ein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hatten bei einem Treffen zur Euro-Schuldenkrise am Dienstag die Steuer angeregt. Entsprechende Vorschläge sollen im September in Brüssel vorgelegt werden. Ziel ist es, spekulative Geschäfte einzudämmen, die Finanzkrisen verschlimmern können. Die Finanztransaktionsteuer wird international bereits seit Jahren diskutiert. In Europa sperrt sich traditionell vor allem Großbritannien mit seinem wichtigen Finanzplatz London gegen die Steuer, sofern diese nicht weltweit erhoben wird und damit für alle Marktteilnehmer dieselben Bedingungen herrschen.