So äußerte sich ein Sprecher des britischen Finanzministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Sonst würden die Finanzgeschäfte nur in Länder verlagert, die den Kauf und Verkauf von Wertpapieren nicht besteuerten. Ähnlich äußerte sich die britische Bankenvereinigung (BBA): Länder, die im Alleingang die Steuer einführten, müssten wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen, hieß es. Profitieren von einem europäischen Alleingang würden nur Finanzplätze wie New York oder Hongkong, stimmte der britische Arbeitgeberverband (CBI) ein.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hatten bei einem Treffen zur Euro-Schuldenkrise am Dienstag die Steuer angeregt. Entsprechende Vorschläge sollen im September in Brüssel vorgelegt werden. Ziel ist es, spekulative Geschäfte einzudämmen, die Finanzkrisen verschlimmern können. Die Finanztransaktionsteuer wird international bereits seit Jahren diskutiert. In Europa sperrt sich traditionell vor allem Großbritannien mit seinem wichtigen Finanzplatz London gegen die Steuer, sofern diese nicht weltweit erhoben wird und damit für alle Marktteilnehmer dieselben Bedingungen herrschen.
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