Im Mittelpunkt der zwölftägigen Veranstaltung steht das Bemühen um ein Folgeabkommen für den Kyoto-Vertrag, der Ende 2012 ausläuft.
Experten und Politiker sind allerdings skeptisch, ob wenigstens ein Fahrplan aufgestellt werden könne, der in absehbarer Zeit zu einem international verbindlichen Abkommen über die Begrenzung der klimaschädlichen Emissionen führt. Vor allem die USA und China scheinen bisher kaum zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. In beiden Staaten, die für etwa 40 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich sind, herrscht die Befürchtung, dass Klimaschutzmaßnahmen Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze gefährden könnten. Zu der Veranstaltung werden keine Regierungschefs aus den wichtigen Industriestaaten erwartet.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace erwartet von den Europäern, dass sie wieder ihre Führungsrolle im Klimaschutzprozess – notfalls auch ohne die USA – übernehmen. Wichtig sei zudem, «die Chinesen, die auch inzwischen sehr, sehr viel CO2 ausstoßen, mit in ein zukünftiges Klimaregime einzubinden», sagte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Schmid am Montag im Sender n-tv. «Wir brauchen eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls und wir brauchen so eine Art Kyoto plus, wo ganz klar die Chinesen auch sagen, dass sie ihre Treibhausgase reduzieren», so Schmid. «Die Techniken sind da, wirtschaftlich ist es möglich. Es fehlt der klimapolitische Wille und das muss die Politik organisieren.»
Zu Demaart
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