Donnerstag29. Januar 2026

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Korruptionsskandal schwappt nach Luxemburg

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Im Skandal um den malaysischen Staatsfond Malaysia Development Bhd (1MDB) hat die Staatsanwaltschaft Luxemburg Ermittlungen aufgenommen.

Es geht um Überweisungen auf Offshore-Konten unter anderem auch ins Großherzogtum, teilte Justizsprecher Henri Eippers Tageblatt.lu gegenüber mit.

Es geht um „Geldwäsche und Unterschlagung im großen Stil“, bestätigt Eippers. Gelder aus dem Fond sollen über verschiedene Offshore-Konten via Singapur, der Schweiz und Luxemburg transferiert worden sein, weswegen die Justiz jetzt „eine Akte öffnet“. Es läge ein Rechtshilfeersuchen aus der Schweiz vor, so Eippers.

Kuala Lumpur als Finanzplatz

Der Fond wurde 2009 von amtierenden malaysischen Premier Najib Razak initiiert, um die Hauptstadt Kuala Lumpur als Finanzplatz zu etablieren, wie die BBC berichtet.

In das Interesse der Öffentlichkeit geriet der Fond erstmals 2015, als Zahlungen in Milliardenhöhe nicht mehr geleistet werden konnten. Dabei ging es um Schulden bei Banken und Fondkunden.

Verdacht auf Unterschlagung beim Premier

Kritik am Fond kam vor allem vom früheren Premier Mahathir Mohamad, der die Schulden- und Transparenzpolitik des Finanzunternehmens anprangerte. Auch die Familie des amtierenden Premiers geriet ins Zwielicht. Ihr wird ein „ausschweifender“ Lebensstil nachgesagt.

Endgültig unter Korruptionsverdacht geriet der Politiker nach einem Bericht des Wall Street Journals. Das Blatt berichtete vor kurzem von belastbaren Indizien in Form von Bankdaten, dass größere Summen von dem Fond auf das Privatkonto des amtierenden Premiers des Inselstaates geflossen sind. Es soll sich um die Summe von einer Milliarde US-Dollar handeln.