Er wolle die Eurogruppe leiten, jedoch nicht bis zum Ende des Mandats von zweieinhalb Jahren. Dies machte Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker am Freitagmorgen in Brüssel nach dem ersten Tag des EU-Gipfels deutlich. Die Entscheidung fällt an diesem Freitag bei einem Treffen der Regierungschefs der 17 Staaten mit Euro-Währung.
Die Frage, ob er Vorsitzender der Eurogruppe bleibe, beantwortete Juncker: «Das wird am Freitag entschieden. Aber jedenfalls werde ich kein volles Mandat mehr ausüben.» Auf die Frage, ob er also zum Vorsitz bereit sei, sagte er lächelnd: «Ich bin nicht bereit, ein volles Mandat anzunehmen.» Schon am Donnerstag hatten Diplomaten gesagt, sie rechneten damit, dass Juncker sich erneut in die Pflicht nehmen lasse.
Juncker ist seit 2005, als das Amt geschaffen wurde, Vorsitzender der Eurogruppe. Er hatte im vergangenen Jahr erklärt, dass er den Posten abgeben wolle. Vor allem der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble war als Nachfolger im Gespräch, stieß aber auf Bedenken einiger anderer Euro-Staaten, unter anderem bei Frankreichs Präsident François Hollande. Er brachte Finanzminister Pierre Moscovici als Kandidat ins Gespräch, Moscovici selbst bekundete jedoch keine Ambitionen auf den Posten.
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