Sonntag25. Januar 2026

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IS beansprucht Axt-Angriff für sich

IS beansprucht Axt-Angriff für sich
(dpa/Karl-josef Hildenbrand)

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Nach Angaben der IS-Agentur Amaq beansprucht die Dschihadistenmiliz den Axt-Angriff im Zug bei Würzburg für sich. Erstmals gibt es eine Bekenner-Erklärung für einen Anschlag in Deutschland.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beansprucht den Angriff auf Zuginsassen in Bayern für sich. Der Angriff sei von einem ihrer «Kämpfer» ausgeführt worden, verkündete der IS am Dienstag über die ihm nahestehende Agentur Amaq.

Bei der Axt- und Messerattacke in einem Zug bei Würzburg waren am Montagabend mehrere Menschen verletzt worden. Es ist das erste Mal, dass der IS einen Anschlag in Deutschland für sich beansprucht. «Der mit Hieb- und Stichwaffen angreifende Täter in Deutschland ist einer der Kämpfer des Islamischen Staates», vermeldete Amaq. «Er hat diese Operation als Antwort auf unsere Aufrufe ausgeführt, die Länder der Koalition anzugreifen, die den IS in Syrien und im Irak bekämpft».

Handbemalte IS-Flagge

Zu der von den USA angeführten Militärkoalition gehören unter anderem Frankreich, Großbritannien und Italien. Deutschland unterstützt die Allianz mit einer Fregatte und Aufklärungsflügen. Nach der Axt- und Messerattacke fanden die Ermittler bei dem 17-jährigen Angreifer einen Hinweis auf den IS. Bei der Durchsuchung seines Zimmers sei «eine handgemalte IS-Flagge» (Link) gefunden worden, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann im ZDF-«Morgenmagazin».

Bei dem Angriff waren mehrere Menschen schwer verletzt worden. Der aus Afghanistan stammende Angreifer flüchtete nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei nach der Attacke, als der Regionalexpress in Würzburg hielt. Herrmann zufolge attackierte und verletzte der junge Mann während seiner Flucht wohl mindestens einen Menschen. Er wurde anschließend von einem Spezialeinsatzkommando aufgespürt und erschossen, als er laut Einsatzkräften auch die Beamten angriff.