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Immer mehr Opfer

Immer mehr Opfer
(AFP/Ilyas Akengin)

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Bei Zusammenstößen mit der Armee sind im Südosten der Türkei Dutzende kurdische Aufständische getötet worden.

Zwölf Kämpfer kamen nach Informationen aus Sicherheitskreisen in der Nacht zum Sonntag in der Stadt Van ums Leben. Sie hätten sich in einem Haus verschanzt. Bei dem Einsatz kam demnach auch ein Polizist ums Leben.

Am Samstag hatte die Armee zudem erklärt, dass bei Einsätzen in Diyarbakir und Cizre nahe der syrischen Grenze seit Freitag 18 Aufständische getötet worden seien. Ein Soldat wurde demnach erschossen und mehrere verletzt.

Bereits mehr als 400 Tote

Seit dem Ende eines Waffenstillstands im Juli kommt es im Südosten der Türkei vermehrt zu Zusammenstößen zwischen Kämpfern der Kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Armee. Besonders stark betroffen sind die Städte Cizre und Silopi nahe der syrischen und irakischen Grenze sowie der Altstadtbezirk Sur der größten Stadt der Region, Diyarbakir.

Nach Militärangaben wurden seit Beginn der Offensive allein in diesen Orten mehr als 400 Aufständische getötet. Die PKK, die auch in der EU und den USA als terroristische Organisation gilt, kämpft seit Jahrzehnten für mehr Autonomie. Zehntausende Menschen kamen dabei ums Leben.

Paris: Ruf nach Gerechtigkeit

Derweil haben tausende Kurden in Paris Gerechtigkeit für drei Anfang 2013 in der französischen Hauptstadt ermordete Aktivistinnen gefordert. «Wir sind alle Sakine, Fidan und Leyla», riefen die Demonstranten am Samstag bei ihrem Marsch durch Paris. Die 54-jährige Sakine Casiz, die zu den Mitgründern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gehörte, war am 9. Januar 2013 zusammen mit der 28-jährigen Fidan Dogan und der 24 Jahre alten Leyla Soylemez ermordet worden.

Die Demonstranten, die Bilder des PKK-Führers Abdullah Öcalan und Flaggen in den PKK-Farben Rot, Orange und Grün trugen, riefen «Nein zur Straflosigkeit für politische Verbrechen». Der Demonstrationszug endete am Tatort, wo Blumen niedergelegt wurden. Die drei Aktivistinnen waren am Morgen des 10. Januar 2013 mit Schusswunden in Kopf und Hals in einem kurdischen Informationszentrum in Paris gefunden worden. Wegen der Morde muss sich der 33-jährige Türke Ömer Güney verantworten, doch besteht der Verdacht, dass der türkische Geheimdienst MIT hinter der Tat steckt.