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Drogen-Spürhunde im Knast

Drogen-Spürhunde im Knast
(dpa)

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Nachdem sich im Oktober in der Wittlinger Justizvollzugsanstalt ein Drogensüchtiger zu Tode gespritzt hat, fordert die Gewerkschaft der JVA-Angestellten wirksame Massnahmen gegen das Dealen und den Konsum von Rauschgift im Knast.

„Drogenfreie Knäste sind utopisch“, meint Winfried Conrad, Vorsitzender der Gewerkschaft der JVA-Angestellten, und macht darauf aufmerksam, dass der Drogenkonsum in den Gefängnissen in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Der „Trierische Volksfreund“ verweist auf Statistiken des Justizministeriums, laut denen 60% der Insassen süchtig sind. Solche Statistiken gibt es in Luxemburg, wo nicht selten Gefangene durch Überdosen sterben, nicht.

Jetzt sollen auf Vorschlag der JVA-Beamten regelmässig Spürhunde im Knast eingesetzt werden, um die Drogen ausfindig zu machen. Es handelt sich bei diesen Vierbeiner um sogenannte Passiv-Drogenhunde, die sich beim Auffinden des Rauschgifts hinsetzen. Die Wittlicher JVA soll in dieser Hinsicht bundesweit ein Pilotprojekt werden.