Dienstag27. Januar 2026

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Griechen ringen um Sparprogramm

Griechen ringen um Sparprogramm
(dpa-Archiv)

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Das Tauziehen um das neue griechische Sparprogramm dauert an. Am Dienstag wollten sich die drei Koalitionspartner der Regierung in Athen zu weiteren Gesprächen treffen. Die Gewerkschaften drohen mit Streiks.

Es gebe noch Komplikationen, berichtete die griechische Presse. Im Mittelpunkt der Diskussion sollen die Forderungen der internationalen Geldgeber nach Entlassungen im staatlichen Bereich, tiefgreifenden Änderungen im Arbeitsrecht sowie der Wiedereinführung der Sechs-Tage-Woche stehen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums.

Eine Einigung mit den Geldgebern könnte nach neuen Erkenntnissen des griechischen Finanzministers, Ioannis Stournaras, auch erst nach dem EU-Gipfeltreffen am 18. und 19. Oktober stehen. Ein positiver Bericht der «Troika» – also der Vertreter von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) – ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche von 31,5 Milliarden Euro an das pleitebedrohte Euro-Land.

Angst vor Regierungskrise

Die zwei kleineren Koalitionsparteien, die Sozialisten und die Demokratische Linke, befürchten, dass ihre Abgeordnete einigen Forderungen nicht zustimmen werden und damit eine Regierungskrise ausgelöst werden könnte. Das Treffen des konservativen Regierungschefs Antonis Samaras mit dem Sozialisten Evangelos Venizelos und dem Chef der Demokratischen Linken Fotis Kouvelis war für den Nachmittag geplant.

Die griechischen Gewerkschaften wollen diese Woche ihren Widerstand gegen das geplante neue 13,5 Milliarden Euro schwere Sparprogramm noch einmal erhöhen. Am Mittwoch und Donnerstag werden die Ärzte nur Notfälle behandeln. Am Mittwoch wird es keine Nachrichten im Radio und Fernsehen geben, weil auch die Journalisten streiken werden. Am Donnerstag wollen für 24 Stunden Staatsbedienstete, Bank-, Post- und Eisenbahnangestellte streiken. Erhebliche Behinderungen werde es am Donnerstag auch im Nah- und im Luftverkehr sowie im Fährverkehr geben, hieß es seitens der beiden größten Gewerkschaftsverbände GSEE und ADEDY am Dienstag.