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«Geschichte wird Merkel Recht geben»

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Merkel werde mit ihrer Flüchtlingspolitik Recht behalten. Das sagt EU-Kommissionschef Juncker und lobt die Fortschritte bei der Begrenzung von Flüchtlingszahlen.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat Kritik an der Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zurückgewiesen. Die Geschichte werde Merkel Recht geben, sagte Juncker der «Bild»-Zeitung (Mittwochsausgabe).

Juncker verwies dabei auch auf «die weitblickende Wiedervereinigungs-Politik von Helmut Kohl», die ebenfalls lange umstritten gewesen sei. Juncker zeigte sich überzeugt: «Angela Merkel wird all ihre jetzigen Kritiker im Amt überdauern.»

«Wichtige Beschlüsse der türkischen Regierung»

Zudem hob der EU-Kommissionschef erste Erfolge der europäischen Flüchtlingspolitik hervor. «Dank wichtiger Beschlüsse der türkischen Regierung» gelangten weniger Flüchtlinge von dort nach Westeuropa. Zudem würden in Griechenland mittlerweile bei neun von zehn Asylbewerbern die Fingerabdrücke genommen; im September seien es lediglich acht Prozent gewesen. Zugleich seien «in Rekordzeit» die Gelder verdoppelt und 10,1 Milliarden Euro durch Umschichtungen mobilisiert worden, sagte Juncker dem Blatt.

Merkel gibt am Mittwoch im Bundestag eine Regierungserklärung zum bevorstehenden EU-Gipfel in Brüssel ab. Bei dem zweitägigen Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs steht ab Donnerstag die Flüchtlingskrise im Mittelpunkt. Merkel setzt sich für ein gemeinsames Vorgehen der EU-Mitgliedstaaten ein, stößt damit aber auf Widerstand.