Am 19. April 2002 wurde die Bankfiliale der Dexia-BIL in Niederkorn überfallen. Dieselbe Bankfiliale wurde ebenfalls im Oktober 2002 überfallen. Was diesen Überfall angeht, ist Jérôme B. geständig und sitzt deswegen in Haft.
Am 19. April 2002 befanden sich zwei Bankangestellte in der Filiale. Als es klingelte, öffnete der Geschäftsführer der Filiale die Tür. Kurz nachdem die Person eingetreten war, trat ein weiterer Mann ein. Sofort zogen beide Personen Pistolen und bedrohten die Angestellten: Sie sollten genau das tun, was von ihnen verlangt wurde. Einer der Täter begab sich in den Kassenraum und konnte knapp 80.000 Euro und etwa 7.000 Luxemburger Franken in eine Sporttasche packen. Zudem wurde ein «Security-Pack» mit Bargeld geklaut. Der «Security-Pack» hat sich jedoch sofort zerstört, nachdem die Täter im Auto waren. Bei solch einer Selbstzerstörung hinterlässt das Paket überall rote Pulverspuren. Anschließend seien laut Zeugen die Täter mit einem roten Peugeot 406 in Richtung Rodange geflüchtet.
Freispruch bestätigt
Genau solch ein Auto wurde kurze Zeit später in Longwy gefunden. In diesem Wagen wurden unter anderem DNA-Spuren von Jérôme B. festgestellt. Es konnte jedoch nicht von den Ermittlern bewiesen werden, ob der gefundene Peugeot auch das Fluchtauto des Überfalls war. Nirgendwo wurden Spuren des «Security-Packs» gefunden. Der Angeklagte erklärte anlässlich des Prozesses, dass er sehr wohl im Oktober die Filiale der Dexia-BIL ausgeraubt habe, mit dem Überfall im April jedoch habe er wirklich nichts zu tun.
Die Staatsanwaltschaft forderte denn auch Freispruch, und diesen bestätigten die Richter am Donnerstag.
Zu Demaart
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