Freitag2. Januar 2026

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Ex-Präsident verteilte Finanzspritzen

Ex-Präsident verteilte Finanzspritzen
(AFP/Archiv)

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Der Anfang des Jahres abgewählte zyprische Präsident Dimitris Christofias soll angeblich seiner Partei nahestehende Organisationen und Institutionen aus dem Staatssäckel finanziert haben.

Die Vergabe der fragwürdigen Finanzspritzen lege eine Untersuchung der Finanzverwaltung im Präsidialamt nahe, die Christofias’ Nachfolger Nikos Anastasiades in Auftrag gegeben habe, berichtete die zyprische Zeitung «Fileleftheros» am Samstag. Demnach soll aus dem Etatposten «Diverses» des Präsidialamtes in Christofias’ Amtszeit eine gute Viertelmillion Euro ohne klare Kriterien als finanzielle Unterstützung an verschiedene Organisationen geflossen sein.

Logo" class="infobox_img" />Zyperns EX-Präsident Dimitris Christofias. (Bild: AFP-Archiv)

Die meisten Empfänger der Geldgeschenke stünden der kommunistischen AKEL von Christofias nahe oder gehörten ihr an. Andere Anspruchsberechtigte seien hingegen leer ausgegangen oder hätten nur kleine Beträge erhalten. So habe als einzige politische Jugendorganisation die AKEL-nahe EDON fast 28 000 Euro aus der Präsidialschatulle erhalten. Auch die parteinahe Frauenorganisation POGO und die linke Studentenbewegung seien recht üppig gefördert worden. Am anderen Ende rangieren gemeinnützige Träger wie der Verband der Menschen mit Multipler Sklerose und die Panzyprische Blindenorganisation: Sie erhielten 500 beziehungsweise 200 Euro.