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Euro-Austritt angeblich kein Thema

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EU-Politiker haben das Gerücht zurückgewiesen, wonach Athen den Austritt aus der Währungsunion erwägt. Am Freitagabend fand in Luxemburg eine Sitzung von Euro-Finanzministern statt.

Vertreter Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Spaniens haben an der informellen Sitzung in Luxemburg teilgenommen. Thema des Treffens sei der G20-Gipfel gewesen, an dem mehrere EU-Länder teilnehmen, sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Der Austritt Griechenlands aus dem Euro und eine Umschuldung des Landes seien nicht erörtert worden, so Juncker nach der Sitzung. Luxemburgs Premierminister bezeichnete die Idee eines Ausstiegs Griechenlands aus dem Euro als «stupid».

«Spiegel Online» hatte berichtet, die Finanzminister kämen wegen des möglichen Ausscherens Griechenlands aus dem Euro am Freitagabend in Luxemburg zu einem Krisentreffen zusammen. Der Euro reagierte mit einem Kurssturz: Die Gemeinschaftswährung verlor am Abend zeitweise mehr als zwei Cent im Vergleich zum Tageshoch.

«Provokation»

«Solche Berichte sind eine Provokation, sie untergraben die Anstrengungen Griechenlands und des Euro und dienen spekulativen Spielen», hieß es in einer Stellungnahme des Finanzministeriums in Athen. Derartige Berichte seien «mit einer unfassbaren Leichtfertigkeit geschrieben», obwohl die Regierung Griechenlands und anderer EU-Staaten derartige Gerüchte immer wieder zurückgewiesen hätten.

Dem Bericht des Online-Magazins zufolge stand auch eine baldige Umschuldung des Euro-Krisenlandes auf der Tagesordnung des Treffens.

Erwägungen zu Austritt Athens «lächerlich»

Aus Kreisen eines großen Euro-Staats verlautete, die Erwägung, dass Griechenland die Eurozone verlassen könne, sei «lächerlich». Treffen der Euro-Finanzminister auch im kleinen Kreis seien nichts Außergewöhnliches, zumal es derzeit viele drängende Themen gebe. Die Quelle verwies neben Griechenland auch auf die Trichet-Nachfolge und auf das Portugal-Rettungspaket. Dass auf einem Treffen die Umschuldung Griechenlands vorbereitet werde, sei nicht vorstellbar, hieß es weiter. Das Thema sei erledigt.

Ein Sprecher des Eurogruppenchefs Jean-Claude Juncker hatte den «Spiegel Online»-Bericht ebenfalls zurückgewiesen. Die Lage Griechenlands habe sich nicht zugespitzt. Junckers Sprecher Guy Schuller hatte am Abend außerdem erklärt: «Es gibt kein Treffen in Luxemburg.» Auch ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli
Rehn meinte, ihm sei nichts über das angeblich geplante Treffen der Finanzminister in Luxemburg bekannt. Frankreichs Finanzministerium hatte die Berichte über das Treffen in Luxemburg weder bestätigen noch dementieren wollen.