Die israelische Tageszeitung "Haaretz" hat am Freitag mit der erstmaligen Veröffentlichung geheimer US-Dokumente der Enthüllungsplattform Wikileaks über Israel begonnen.
Im Felsbunker in den White Mountains, in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, funktioniert die Firma «Bahnhof», einer der grössten Server-Provider Skandinaviens, der darauf spezialisiert ist, für Firmen und Regierungen wertvolle Daten zu lagern. (dapd/Jonathan Nackstrand)
Das Unternehmen präsentiert sich dementsprechend: Nur eine einzige Tür führt ins Innere des Bunkers, geschützt von einer 50 Zentimeter dicken Stahltüre. (dapd/Jonathan Nackstrand)
Wasserfälle und UV-Lampen erhalten das Grün tief unter der Erde am Leben.
Wasserfälle und UV-Lampen erhalten das Grün tief unter der Erde am Leben. (dapd/Jonathan Nackstrand)
Pflanzen schmücken die Korridore. (dapd/Jonathan Nackstrand)
Der ehemalige militärische Bunker mit dem Codenamen «Pionen», in dem «Bahnhof» wichtige internationale Webseiten hostet, gilt als einer der sichersten Datenbank-Tresore der Welt. Die Anlage aus der Ära des Kalten Krieges sollte im Ernstfall sogar Nuklearangriffe überstehen. (dapd/Jonathan Nackstrand)
Zwei Diesel-Generatoren aus deutschen U-Booten versorgen das gesamte System mit Elektrizität, damit die Anlage auch bei Stromausfällen im schwedischen Netz problemlos weiterläuft. (dapd/Jonathan Nackstrand)
Das Highlight ist zweifellos ein gläserner Konferenzraum, der wie ein Glaskäfig an der Decke hängt und über den Server-Systemen schwebt. (dapd/Jonathan Nackstrand)
«Das Geschäft, das wir betreiben, braucht ein Höchstmass an Sicherheit», sagt Bahnhof-Chef Jon Karlung. (dapd/Jonathan Nackstrand)
Daraus geht unter anderem hervor, dass führende Politiker in Israel keine hohe Meinung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben. Außenminister Avigdor Lieberman bezeichnete Abbas bereits im Oktober 2006 als «schwach, korrupt und nicht mehr relevant».
" class="infobox_img" />Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Bild: dpa)
Aus Sicht von Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich Abbas in einen Schmollwinkel zurückgezogen. Außerdem versuche der Palästinenserpräsident, das Stereotyp auszunutzen, Netanjahu sei ein «Friedensverhinderer», berichtete eine Gruppe von US-Abgeordneten nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten im November 2009. Abbas stelle laut Netanjahu nur eine Vorbedingung nach der anderen.
«Ein angenehmer Typ»
Auch der Amtsvorgänger von Netanjahu, Ex-Ministerpräsident Ehud Olmert, kritisierte Abbas. Der sei zwar mit 62 Prozent der Stimmen gewählt worden, aber wende seine Machtbefugnisse nicht an. Allerdings sei Abbas ein angenehmer Typ und kein Mörder wie sein Amtsvorgänger Jassir Arafat, wird Olmert zitiert.
Die «Haaretz» hat nach eigenen Angaben 250 000 Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks erhalten. 10 000 davon beschäftigten sich mit Israel. Die Veröffentlichung widerlege Verschwörungstheorien, wonach WikiLeaks-Gründer Julian Assange ein Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad Mossad sei und im vergangenen Jahr mit Israel vereinbart habe, dass kein «peinliches Material» veröffentlicht werde, schreibt das Blatt.
Daisy Schengens Laufbahn beim Tageblatt begann 2010 als Online-Redakteurin, später in der Lokalredaktion, bevor sie leitende Redakteurin des Magazin-Hefts wurde. Ihre Schwerpunkte umfassen die Themengebiete Gesundheit und Ernährung. Die gebürtige Bulgarin hat einen Magisterabschluss in Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie an der Mosel. Wenn sie nicht über Genuss und Gesundheit schreibt, widmet sie sich dem Tanz(-sport).
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