Der Anruf geht um 5.30 Uhr in der nacht auf Samstag bei der Polizei ein. Gemeldet wird ein verunfallter Wagen, der mit eingeschalteter Warnblinkanlage in der Mitte des Kreisverkehrs Raemerich steht. In der Tat finden die Beamten das Fahrzeug zwischen den Bäumen auf der Wiese der Verkehrsinsel des Kreisverkehrs vor. Von den Insassen fehlt vor Ort jede Spur.
Zwischenzeitlich aber werden wurden drei Personen gemeldet, die auf dem Gelände der Arcelor umherirren würden. Ein Sicherheitsbeamter hatte die drei dort in Empfang genommen. Den Beamten wird geschildert, dass die Fahrerin und Besitzerin durch den Unfall leichte Verletzungen erlitten habe und sich im Krankenhaus befinden würde.
Dramatisch klingende Geschichte
Die Polizisten suchen die Frau daraufhin auf – und bekommen eine dramatisch klingende Geschichte über den Unfall aufgetischt. Die Frau erzählt, sie sei mit ihren Freunden auf dem Nachhauseweg gewesen, als auf einmal, an einer roten Verkehrsampel, ein unbekannter Mann die Fahrertür aufriss und sie unter Vorzeigen einer Waffe zwang, aus dem Fahrzeug auszusteigen.
Der Unbekannte fuhr dann angeblich mit überhöhter Geschwindigkeit in den Kreisverkehr, wo es anschließend zum Verkehrsunfall kam. Aus Angst vor der Waffe hätten alle die Flucht ergriffen. Da sich dies doch eher nach einer filmreifen Szene anhörte, befragten die Beamten die weiteren Insassen. Nach kurzem Zureden kam dann die Wahrheit ans Licht.
Nach einer Geburtstagsfeier …
Nach einer Geburtstagsfeier und etlichem Alkoholkonsum entschieden die Freunde sich, den Nachhauseweg anzusteuern. Der Fahrerin wurde angeboten, jemand anderes hinters Steuer zu lassen, da die Frau unter Alkoholeinfluss stand. Dieses Angebot zog sie jedoch nicht in Betracht, so dass es im Kreisverkehr zum Verkehrsunfall kam.
Die Insassen sind der Meinung, wie es im Polizeibericht heißt, dass unter anderem die hohe Geschwindigkeit den Unfall herbeiführte. Ein anschliessender, positiver Atemlufttest bei der Fahrerin könnte die weitere Ursache gewesen sein.
Zu Demaart
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