Dienstag27. Januar 2026

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Domperidon in der Kritik

Domperidon in der Kritik
(dpa/Symbolbild)

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Gegen den Arzneistoff Domperidon - dazu gehört auch Motilium - läuft seit ein paar Monaten eine Risikobewertung. Jetzt reagiert das Gesundheitsamt in Luxemburg.

Nachdem das französische Fachmagazin Prescrire in seiner jüngsten Ausgabe vor den Folgen des Wirkstoffs Domperidon warnt, meldete sich am Freitag die luxemburgische «Direction de la Santé» zu Wort. So heißt es in dem Schreiben, dass das Domperidon-haltige Motilium seit den 70er Jahren in Luxemburg erhältlich ist. Die Gefahren, die vom Wirkstoff Domperidon ausgehen – insbesondere die Nebenwirkungen auf den Kreislauf – sind demnach auch bekannt und werden auf europäischer Ebene genauestens überwacht. Bezüglich der Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System wurde die Packungsbeilage zuletzt vor drei Jahren angepasst.

Aktuell werden Risiko und Nutzen des Wirkstoffs gegeneinander abgewogen. Den Anstoß dazu gab Frankreich im März 2013. Mit den Empfehlungen der europäischen Arzneimittel-Agentur wird im kommenden Monat gerechnet. In der Zwischenzeit sollen Patienten die Hinweise in der Packungsbeilage genauestens befolgen und das Medikament nicht länger als notwendig (gewöhnlich bis zu 7 Tage) einnehmen. Die Dosis sollte bei Erwachsenen 30 mg/Tag nicht überschreiten. Bei Senioren oder Patienten, die mehr als 30 mg/Tag einnehmen, steigt das Risiko.

Domperidon-haltige Medikamente sind in Luxemburg seit 2011 nur noch auf Rezept erhältlich. Seit 2010 sind die Verkäufe von Motilium u.ä. rückläufig.