Insgesamt seien von Januar bis Juni dieses Jahres Schäden in Höhe von 70 Milliarden Dollar (gut 63 Milliarden Euro) registriert worden, nach 59 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum 2015, teilte der Rückversicherer Munich Re am Dienstag mit. Daran hatten auch Unwetter in Europa ihren Anteil.
Die höchsten Schäden im ersten Halbjahr 2016 wurden dem Unternehmen zufolge von zwei Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu verursacht, die im April zahlreiche Gebäude zum Einsturz gebracht und Industrieanlagen lahmgelegt hatten. Den Gesamtschaden bezifferte Munich Re auf 25 Milliarden Dollar. Unwetterserien in den USA und Europa verursachten demnach zusammen mehr als 20 Milliarden Dollar an Schäden.
Den Angaben zufolge fiel die Summe der Gesamtschäden im ersten Halbjahr nicht nur höher als als im Vorjahreszeitraum, sondern auch höher als im inflationsbereinigten Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Dagegen fiel die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen laut Munich Re vergleichsweise gering aus. Es seien 3800 Menschen getötet worden, während es im Vorjahr 21.000 gewesen seien. Der Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre liegt demnach bei 28.000 Toten.
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