Mittwoch28. Januar 2026

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Demonstranten greifen Regierungssitz an

Demonstranten greifen Regierungssitz an
(AP)

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Hunderte aufgebrachte Demonstranten haben am Sonntag versucht, den Sitz der libanesischen Regierung in Beirut zu erstürmen. Soldaten feuerten mit Maschinengewehren in die Luft und setzten Tränengas ein, um die Angreifer zurückzudrängen.

Die chaotischen Szenen in der Hauptstadt des Libanon ereigneten sich am Rande der Trauerfeier für den Geheimdienstchef Wissam al Hassan, der am Freitag gemeinsam mit sieben weiteren Menschen bei einem Anschlag getötet worden war.

Logo" class="infobox_img" />Am Rande der Trauerfeierfeier für die Opfer des Bombenanschlags in Beirut kommt es am Sonntag zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. (Bild: AP)

Die Demonstranten werfen der Regierung von Ministerpräsident Nadschib Mikati vor, zu enge Verbindungen zum syrischen Regime aufrechtzuerhalten, das sie als Drahtzieher des Attentats vermuten. Die am Platz der Märtyrer in der Innenstadt von Beirut versammelten Demonstranten hatten libanesische Fahnen dabei und riefen: «Wir wollen den Rücktritt dieser syrischen Regierung.» Derzeit ist im Libanon ein pro-syrisches Bündnis an der Macht – dominiert von der schiitischen Hisbollah. Tausende Sicherheitskräfte sicherten die Innenstadt ab.

In einem nahe gelegenen Polizeigebäude begann indes die offizielle Trauerfeier, zu der auch die Frau und die Kinder Al-Hassans aus Frankreich angereist waren. Unter den Teilnehmern waren auch der libanesische Präsident Michel Suleiman und Regierungschef Nadschib Mikati.

Beisetzung am Märtyrer-Platz

Noch am Nachmittag sollte der getötete Geheimdienstfunktionär neben dem 2005 ebenfalls bei einem Anschlag getöteten früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri am Märtyrer-Platz beigesetzt werden. Al-Hassan hatte Hariri als Sicherheitschef gedient. Wie bei Al-Hassan wurde auch bei Hariri über eine Beteiligung Syriens an dem Attentat spekuliert.

Bei der Explosion einer Autobombe im christlichen Viertel Aschrafijeh waren am Freitag acht Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden.