Staatsmedien zeigten am Samstag Vize-Präsident Xi Jinping bei einem Besuch einer Agrar-Universität in Peking. Auf Bildern der Regierung und der Nachrichtenagentur Xinhua lächelt Xi und wirkt entspannt. Ein Reuters-Reporter sah aus der Ferne einen Mann, der wie Xi aussah. Bei dem Besuch jubelten ihm Hunderte Studenten zu und skandierten Xis Namen. Reuters hatte von Personen mit Kontakten zur Staats- und Parteiführung erfahren, dass der 59-Jährige am Samstag erstmals wieder einen Termin wahrnehmen würde.
" class="infobox_img" />Xi Jinping. (Bild: dpa-Archiv)
Xi war zuletzt 1. September in der Öffentlichkeit gesehen worden. Anschließend wurden ohne Angabe von Gründen selbst Termine mit hochrangigen Gästen wie US-Außenministerin Hillary Clinton und Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong abgesagt. Offiziell wurde dazu nicht Stellung genommen. Aus Parteikreisen hieß es, Xi habe sich beim Schwimmen am Rücken verletzt. Sein Verschwinden hatte zu Spekulationen über die Gründe geführt, die von einer Herzattacke über eine Krebsoperation bis hin zu einem Attentat reichten. Auch an den internationalen Märkten war die Entwicklung aufmerksam verfolgt worden.
Es gilt als Sicher, dass Xi von Hu im Herbst den Posten des Parteichefs und im März das Amt des Präsidenten übernehmen wird. In China gibt es keinen geregelten Mechanismus für einen Regierungswechsel.
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