Darauf hat die Bildungsorganisation der Vereinten Nationen am Donnerstag anlässlich des Welttages der Alphabetisierung an diesem Samstag (8. September) hingewiesen. Fast zwei Drittel der Analphabeten seien nach wie vor Mädchen und Frauen. Die Mehrheit der Analphabeten lebe in Asien und Afrika.
«Die Regierungen geben weltweit zu wenig Geld für die Alphabetisierung aus, obwohl Bildung ein Menschenrecht ist», kritisierte der Generalsekretär der Deutschen Unesco-Kommission, Roland Bernecker. Er erinnerte daran, dass sich die Weltgemeinschaft im Jahr 2000 verpflichtet habe, die Situation global zu verbessern. «Schreiben und Lesen sind der Schlüssel, um aus der Armut herauszukommen», sagte Bernecker.
Bewaffnete Konflikte verhindern Bildung
Der Welttag steht in diesem Jahr unter dem Thema «Alphabetisierung und Frieden». Bewaffnete Konflikte seien ein Grund für die weltweit hohe Zahl an Analphabeten. «Sie binden nicht nur Geld für Militär statt für Bildung, sie verringern auch ökonomisches Wachstum, führen zu größerer Armut und zerstören Infrastruktur», heißt es in der Unesco-Mitteilung.
Zu Demaart
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