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Mehr Geld im Kampf gegen Stürme

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Was passiert, wenn meterhohe Wellen auf die belgische Küste zurasen? Die Region Flandern will kein Risiko eingehen und erhöht die Sicherheit seiner Strände.

Die Region Flandern bereitet sich auf den «Sturm des Jahrhunderts» bzw. des Jahrtausends vor. Das meldete kürzlich die belgische Tageszeitung Le Soir in ihrer Online-Ausgabe.

Die Region hat einen «Masterplan kustveiligheid» ausgearbeitet, der die Küste im Falle eines extremen Sturms schützen soll. Zwar kommt ein solcher nur einmal alle 1.000 Jahre vor, allerdings würde unter den jetzigen Umständen ein Drittel der belgischen Küste diesem Sturm nicht standhalten. Die Konsequenzen wären katastrophal, so Le Soir. Im schlimmsten Falle drohten bis zu 3.300 Todesopfer, 6,5 Milliarden Euro Schaden und Flutwellen bis zu acht Metern Höhe.

Die Arbeiten sollen im Jahr 2050 beendet sein, 300 Millionen Euro wurden investiert. Ziel ist es u.a., die Strände zu verbreitern, um die Stadtzentren zu schützen. Außerdem sollen die Strände besser gesichert werden, indem sie erhöht werden. Eine Verstärkung der Deiche sowie der Bau von Schleusen sind weitere Maßnahmen.

Zehn Städte betroffen

Die Arbeiten sollen sich vor allem auf zehn Städte konzentrieren. Le Soir nennt La Panne, Koksijde, Zeebrügge, Nieuwpoort, Middelkerke, Ostende, Le Coq, Blankenberge, Brügge und Knokke-Heist.

Am 22. Januar 1394 traf ein starker Sturm die Küste. Damals wurde die Stadt Ostende zur Hälfte zerstört. Die Flutkatastrophe aus dem Jahr 1953, die in den Niederlanden über 1.800 Menschenleben forderte, kostete auch in Belgien 28 Menschen das Leben. Eine derartige Flut tritt laut Le Soir ca. alle 250 Jahre auf. In Flandern will man nicht warten, bis sich eine solche Katastrophe wiederholt.