Tunesische Sicherheitskräfte haben den Kopf einer Terrorzelle geschnappt, die hinter dem blutigen Attentat stecken soll. Die Gruppe bestehe aus insgesamt 16 Extremisten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch der Zeitung «Al-Maghreb». Zwei von ihnen seien aus dem Bürgerkriegsland Syrien nach Tunesien zurückgekehrt. Weitere Einzelheiten nannte der Sprecher nicht.
Drei Attentäter hatten vor einer Woche das Nationalmuseum in der Hauptstadt angegriffen und 21 Menschen getötet, darunter 20 Touristen. Auch zwei der Angreifer starben. Ein dritter Mann ist laut dem Innenministerium weiter auf der Flucht. Jetzt ist ein neues Video (siehe oben) aufgetaucht. Darin ist eine italienische Reisegruppe beim Besuch des Museums zu sehen. Bei der Führung wird plötzlich geschossen. Panik bricht aus.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat. Sie beherrscht in Syrien und im Irak große Gebiete. Der IS hat außerdem Ableger in Tunesiens Nachbarland Libyen, in dem seit Monaten ein Bürgerkrieg tobt. Die beiden getöteten Attentäter sollen in Terrorlagern in Libyen ausgebildet worden sein.
Zu Demaart
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