Die Zahl der Opfer nach dem Erdbeben in der Türkei ist in der Nacht zum Donnerstag auf 481 gestiegen. Zudem seien 1650 Menschen verletzt, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.
25.10.2011 Das zwei Wochen alte Baby Azra wurde am Dienstag in der Stadt Ercis, 47 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Türkei, geborgen. (dapd/Adem Altan)
25.10.2011 Die zweite Nacht in Folge suchen die Bergungsmannschaften nach Überlebenden. (Tageblatt/Burhan Ozbilici)
24.10.2011 Diese Bilder sprechen für sich... (Tageblatt-Archiv/Umit Bektas)
24.10.2011 ... (Tageblatt/Burhan Ozbilici)
24.10.2011 Erdbebenopfer, die alles verloren haben. (dapd/Mustafa Ozer)
24.10.2011 Traurige Realität. Ein Begräbnis in Ercis am Montag. (Tageblatt-Archiv/Umit Bektas)
24.10.2011 Hoffen auf ein Wunder. (Tageblatt/Burhan Ozbilici)
24.10.2011 Immer wieder kommen die Helfer rechtzeitig, um ein Leben zu retten. (Tageblatt-Archiv/Stringer/turkey)
24.10.2011 Menschen decken sich mit Brot ein, das Rettungshelfer in der Stadt Ercis verteilen. (dapd/Mustafa Ozer)
24.10.2011 Nicht alle Gebäude fielen dem Erdbeben zum Opfer. Die neueren Wohnhäuser im Hintergrund wurden erdbebengerecht gebaut. (dapd/Adem Altan)
25.10.2011 Überleben im Zeltlager... (Tageblatt-Archiv/baz Ratner)
24.10.2011 Immer wieder erlebten die Bergungsmannschaften Momente der Hoffnung. Der 13-jährige Yunus wartet in Ercis aus den Trümmern geborgen zu werden. (Tageblatt-Archiv/Umit Bektas)
24.10.2011 Viele gruben mit bloßen Händen nach ihren Angehörigen. (Tageblatt-Archiv/Osman Orsal)
24.10.2011 Dramatische Rettungsaktionen: Manche Opfer, wie dieser Mann in der Stadt Ercis in der Povinz Van, wurden von den Rettungsdiensten medizinisch versorgt... (Tageblatt-Archiv/Osman Orsal)
... bis sie aus den Trümern geborgen werden konnten. (Tageblatt-Archiv/Osman Orsal)
23.10.2011 Am Sonntagnachmittag bebte die Erde im Nordosten der Türkei. (Tageblatt-Archiv/Stringer/turkey)
23.10.2011 Viele Menschen liefen in Panik auf die Straße. (Tageblatt-Archiv/Stringer/turkey)
23.10.2011 Wie Kartenhäuser fielen manche Gebäude zusammen.
23.10.2011 Die Bergungsarbeiten wurden auch nachts fortgesetzt. (Tageblatt-Archiv/Osman Orsal)
25.10.2011 In den Zeltstätten des Roten Halbmondes gab es warmes Essen für die Erdbebenopfer. (dapd/Adem Altan)
25.10.2011 Soldaten wurden zur Bewachung geschickt, ... (Tageblatt/Burhan Ozbilici)
25.10.2011 ... halfen aber auch bei der Suche nach Familienangehörigen. (Tageblatt-Archiv/Morteza Nikoubazl)
25.10.2011 Polizeipräsenz in Ercis. Viele Menschen hatten am Montagabend demonstriert, weil für sie keine Zelte mehr übrig waren. (dapd/Mustafa Ozer)
25.10.2011 Einige wollten am Dienstag nur weg vom Erdbebengebiet. (dapd/Mustafa Ozer)
25.10.2011 Am Dienstag verteilte der Rote Halbmond Tausende Zelte. (dapd/Mustafa Ozer)
25.10.2011 Viele Menschen im osttürkischen Erdbebengebiet sind nach dem Beben obdachlos. (dapd/Mustafa Ozer)
Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül kündigte für Freitag einen Besuch in dem Katastrophengebiet in der östlichen Provinz Van an. Dort hatte ein Erdbeben der Stärke 7,2 am Sonntag fast 2300 Häuser zerstört. Rettungsmannschaften suchen noch immer nach möglichen Überlebenden.
Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in der Türkei ist die Zahl der Toten am Dienstag auf 481 gestiegen. Die Behörden stellten zudem fest, dass bei der Katastrophe in der östlichen Provinz Van deutlich mehr Gebäude als zunächst bekannt eingestürzt sind.
Bergungsmannschaften zogen in der Nacht zum Montag mehrere Menschen lebend aus den Trümmern. «Es war wie das Jüngste Gericht», beschrieb der aus dem Schutt befreite 18-jährige Mesut Ozan Yilmaz das Beben. Der junge Mann lag 32 Stunden eingeklemmt unter einem eingestürzten Teehaus. Er habe sich den für das Überleben nötigen Platz schaffen können, sagte er vor laufender Kamera. Den Kopf habe er auf den Fuß eines toten Mannes gelegt.
Suche nach Überlebenden
Rettungshelfer setzten die Suche nach möglichen Überlebenden und Toten in den Trümmern am Dienstag fort. Mehr als 1300 Menschen seien verletzt, teilte der Krisenstab der Regierung mit. Der Rote Halbmond kündigte an, am Dienstag 12.000 weitere Zelte in dem Krisengebiet zu verteilen. Am Montag hatte die Organisation 452 Zeltlager aufgebaut, trotzdem mussten viele Menschen erneut im Freien übernachten. Kritik an dem Einsatz gab es auch aus der regierenden islamisch-konservativen Regierungspartei AKP.
In der am stärksten zerstörten Stadt Ercis bildete sich vor dem Bürgermeisteramt am Dienstagmittag eine lange Schlange aus Menschen, die sich für die Verteilung weiterer Zelte vormerken lassen wollten, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa. Außerdem gab es Listen für Suppenküchen. Die Behörden warnten die Menschen davor, beschädigte Häuser zu betreten, weil diese bei den zahlreichen Nachbeben noch einstürzen könnten.
Die Behörden hatten 200 Notarztwagen und 5 Ambulanzflugzeuge im Einsatz. Helikopter und Militäreinheiten unterstützen den Rettungseinsatz. Größere Hilfe aus dem Ausland hat die türkische Regierung mit Hinweis auf eigene Kräfte bisher abgelehnt. Die Provinz Van liegt im Südosten des Landes und grenzt an den Iran. Sie wird mehrheitlich von Kurden bewohnt. Die Türkei wird immer wieder von heftigen Erdbeben heimgesucht. Das Beben vom Sonntag hatte eine Stärke von 7,2.
Daisy Schengens Laufbahn beim Tageblatt begann 2010 als Online-Redakteurin, später in der Lokalredaktion, bevor sie leitende Redakteurin des Magazin-Hefts wurde. Ihre Schwerpunkte umfassen die Themengebiete Gesundheit und Ernährung. Die gebürtige Bulgarin hat einen Magisterabschluss in Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie an der Mosel. Wenn sie nicht über Genuss und Gesundheit schreibt, widmet sie sich dem Tanz(-sport).
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können