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21 Tote bei Terrorangriffen

21 Tote bei Terrorangriffen
(dpa)

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Die Sinai-Halbinsel wird immer gefährlicher und unübersichtlicher. Für Ägypten selbst, aber auch für Israel. Extremisten richten ein Massaker in Ägypten an, um dann im Nachbarland zuzuschlagen.

Bei einem der schwersten Terroranschläge der vergangenen Jahre in Ägypten haben Unbekannte an einem Sinai-Kontrollposten an der Grenze zu Israel 16 Soldaten getötet. Danach versuchten sie am Sonntagabend, mit erbeuteten gepanzerten Fahrzeugen nach Israel vorzudringen, wo fünf von ihnen erschossen wurden. Über die Identität der Täter wurde zunächst nichts bekannt.

Das israelische Militär vermutete am Montag Beduinen und islamische Gotteskrieger hinter den Anschlägen, in Ägypten war von einer bislang unbekannten Gruppe aus dem Gazastreifen die Rede. Das aber wurde von der dort herrschenden radikal-islamische Hamas dementiert. Zunächst bekannte sich niemand zu den Taten.

Grenze dichtgemacht

Das ägyptische Militär leitete eine großangelegte Suchaktion nach möglichen überlebenden Terroristen ein. Der Grenzübergang zum Gazastreifen wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Helikopter sowie Spezialeinheiten der Armee durchkämmten die Grenzregion. Die Hamas ordnete die vorübergehende Schließung aller Schmugglertunnel nach Ägypten an.

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi traf sich zu einer Krisensitzung mit dem Militärrat, dem Chef des Geheimdienstes und dem Innenminister, berichtete die ägyptische Zeitung «Al-Ahram» am Sonntagabend online. Mursi kündigte eine harte Antwort auf den Anschlag an. Die Sicherheitsorgane würden die Kriminellen, die den Anschlag verübt hätten, fassen, sagte Mursi im Fernsehen. Ägypten werde den Sinai wieder unter seine Kontrolle bringen.

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Nach ersten Erkenntnissen sollen schwer bewaffnete Extremisten die Grenzsoldaten nach Einbruch der Dunkelheit beim Fastenbrechen im Ramadan überfallen haben. Die Angreifer seien anschließend mit den entwendeten gepanzerten Truppentransportern zum Grenzübergang Kerem Schalom gefahren und hätten israelische Grenzsoldaten beschossen. Nach israelischen Angaben explodierte dann eines der Fahrzeuge. Ein zweites habe den Grenzzaun durchbrochen und sei dann von der israelischen Luftwaffe zerstört worden. Die Israelis hatten offensichtlich Informationen, dass ein Anschlag bevorstand.

Die ägyptische Sinai-Halbinsel liegt an der Nahtstelle von Afrika und Asien. Im Sechstagekrieg 1967 eroberte Israel den Sinai. Nach dem Friedensvertrag von 1979 wurde er bis 1982 an Ägypten zurückgegeben. Die ägyptische Regierung baute die von Korallenriffen gesäumte Küste am Golf von Akaba zur «Riviera des Nahen Ostens» aus. Von Scharm el Scheich im Süden bis Taba im Nordosten wurden Badeorte mit großen Hotelanlagen aus dem Wüstensand gestampft. Auch viele Israelis verbringen hier ihre Ferien.