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Der mündige Aktionär

Der mündige Aktionär

Wer sein Geld in Aktien oder Aktienfonds investiert, der tut das oft, um eine Dividende zu kassieren und von (positiven) Kursentwicklungen zu profitieren. In den wenigsten Fällen geht es darum, das Unternehmen aktiv mitzugestalten, Aktionärsversammlungen zu besuchen und bei wichtigen Entscheidungen eine Stimme abzugeben. Doch wer eine Aktie besitzt, ist Mitbesitzer des Unternehmens.

Wer zum Beispiel eine Facebook-Aktie kauft, wird damit zum Mitbesitzer an dem sozialen Netzwerk – wenn auch nur zu einem verschwindend geringen Teil. Dadurch stellt sich die Frage nach der Verantwortung für das Handeln des Unternehmens. Und zwar unabhängig von der Gesetzeslage. Betrügt ein Unternehmen zum Beispiel seine Kunden oder fälscht seine Bilanz, dann trägt der Aktionär dafür in der Regel keine rechtlichen Konsequenzen. Er wird nur einen Verlust verbuchen, wenn die Aktien durch den ausgelösten Skandal an Wert verlieren.

Wie sieht es aber mit der moralischen Verantwortung aus, wenn der Sparer sein Geld etwa in Aktien eines Waffenproduzenten steckt? Wie sieht es aus, wenn er mit seinem Geld Anteile eines Konzerns kauft, der Tierversuche macht? Was, wenn es sich um einen Betrieb handelt, der seine Arbeiter ausbeutet? Was, wenn es sich um einen Telekommunikationskonzern handelt, der seine Dienste ebenfalls ans Militär verkauft?

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