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WissenschaftZeitige Frühlinge verantwortlich für trockenere Sommer

Wissenschaft / Zeitige Frühlinge verantwortlich für trockenere Sommer
Der vorzeitig ergrünende Planet geht mit einem erhöhten Wasserverlust der Böden durch Verdunstung einher Foto: dpa/Patrick Seeger

Weltweit blühen Pflanzen immer früher und führen uns nach Ansicht von Botanikern damit deutlich den Klimawandel vor Augen. Die sogenannten phänologischen Jahreszeiten markieren diesen Rhythmus. Zehn Abschnitte kennzeichnen Blüte, Fruchtreife und Blattfall unserer Pflanzen. Doch die Abschnitte des Frühjahrs verschieben sich immer weiter nach vorn. Ob Haselnuss als Starter, Kirsche oder Apfel – immer früher blüht es und immer eher beginnen Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling, die drei Frühjahrsboten der phänologischen Uhr. Doch neben dem vorzeitigen Einsetzen der ersten freundlichen Jahreszeit nach monatelanger Winterpause kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Der steigende Kohlendioxidgehalt der Luft regt das Pflanzenwachstum zusätzlich an, es verhält sich wie ein Dünger aus der Luft.

Ein Forscherteam der Peking-Universität in China und der Universität Augsburg hat in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlern aus Deutschland, Großbritannien, Spanien, Belgien, Frankreich, Australien und den USA festgestellt, dass diese frühere und intensivere Begrünung im Frühjahr weitreichende Folgen hat. Der vorzeitig ergrünende Planet geht mit einem erhöhten Wasserverlust der Böden durch Verdunstung einher. Dieser Wassermangel kann jedoch nur in Teilen durch mehr Wolken oder Regen ausgeglichen werden. Die Folge ist ein größeres Risiko von Dürren und Hitzeextremen in den darauffolgenden Sommermonaten. So sind die Ergebnisse der Studie jüngst in der Fachzeitschrift Science Advances zu lesen.

Verschiebung der phänologischen Uhr

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