Was denkt wohl Sarah Palin, während sie die neusten Nachrichten aus der Ukraine verfolgt? Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Republikaner hatte im Jahr 2008 bei einer Rede in Reno, Nevada, mehrere Krisenszenarien dargestellt, die bei einer allfälligen Wahl von Barack Obama als Präsident der USA eintreten könnten. Eines davon: Russlands Invasion der Ukraine.
Sarah Palin präsentierte «Krisensituation vier» folgendermaßen: «Nachdem die russische Armee Georgien invadiert hatte, reagierte Senator Obama gelassen und unsicher. Das ist genau die Art von Antwort, die Russland ermutigen könnte, auch noch in die Ukraine einzumarschieren.»
«Die Welt hat sie unterschätzt»
Das US-Politmagazin Foreign Policy meinte damals, dass Palins Vorhersage «extrem weit hergeholt ist». Russland habe schon in der Person des inzwischen geflüchteten Präsidenten Viktor Janukowitsch genug Einfluss in der Ukraine.
Nun, fast fünf Jahre später, ist doch alles anders und die kurze Videoaufnahme mit Palins Rede macht die Runde durch das Internet. Selbst die seriöse britische Zeitung «The Independent» kommentierte humorvoll, dass die Welt offenbar «das Verständnis von Sarah Palin in geopolitischen Angelegenheiten unterschätzt» habe.
Zu Demaart
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