Karin, die Tochter einer Freundin, war ein munteres Mädchen. Die Fünfjährige war aufgeweckt und freute sich auf die Schule. Sie konnte bereits „bis zur Zehn“ rechnen und erste Wörter lesen, ihren Namen schreiben. Eines Morgens ging sie fröhlich mit ihrer Mutter in den Kindergarten. Stunden später der Anruf: Karin klagt über Kopfschmerz und Übelkeit. Schon beim Transport ins Krankenhaus fiel sie in ein Koma, aus dem sie nicht mehr erwachen sollte. Die Diagnose der Todesursache lautete später: Aneurysma im Hirn.
Etwa zwei Prozent der Bevölkerung, so sagen es Schweizer Studien, leiden an diesen pathologischen Gefäßveränderungen. Doch die meisten Menschen wissen von der Existenz eines Aneurysmas in ihrem Körper nicht, leben ein Leben lang ohne Beschwerden. Diagnostiziert werden die Gefäßveränderungen häufig als Zufallsbefunde bei anderen Untersuchungen. So stellen die Mediziner Aneurysmen im Kopfbereich unter anderem bei bildgebenden Untersuchungen (z.B. Magnetresonanztomografie, MRT), um eventuell die Ursachen für eine sich verstärkende Sehschwäche oder aber einen Tinnitus, ein unangenehmes Ohrensausen, zu erforschen, als unerwartetes Nebenresultat fest.
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