Dienstag27. Januar 2026

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Unmittelbare Begegnung

Unmittelbare Begegnung
(Augustin Le Gall )

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Viele verehren ihn als Märtyrer. Sein Freitod veränderte nicht nur das Leben der Tunesier, sondern das der ganzen Welt.

Am 17. Dezember 2010 steckte sich der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi aus Protest gegen Demütigungen durch
tunesische Behörden in Brand und löste mit seiner Verzweiflungstat die Proteste des Arabischen Frühlings aus.

Logo" class="infobox_img" />Sängerin Badia’a lädt nicht nur zum Konzert, sondern trifft sich auch mit Schülern des «Lycée Michel Rodange».

Forderungen nach Presse- und Meinungsfreiheit mischten sich mit Kritik an Korruption und Zensur. Zine el-Abidine Ben Ali hielt dem Druck nicht stand und verließ am 14. Januar 2011 fluchtartig das Land. Der Diktator war gestürzt und die Tunesier bereiteten sich auf eine neue Ära und neue Herausforderungen vor: die Festigung demokratischer Strukturen. Am 23. Oktober 2011 fanden die ersten freien Wahlen in Tunesien statt, aus der die islamistische Partei Ennahda als Sieger hervorging und die Gesellschaft Tunesiens gespaltet wurde.

Hintergründe beleuchten

Um die Jasminrevolution und den Tag, an dem Ben Ali die Flucht ergriff, auch in Luxemburg gebührend zu feiern, lädt die Abtei Neumünster – in enger Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Außenministerium, der Universität Luxemburg, der Cinémathèque der Stadt Luxemburg und der Anna-Lindh-Stiftung, die 2005 für den Dialog zwischen den Kulturen in Alexandria gegründet wurde – zur ersten Auflage der «Semaine culturelle tunisienne», die vom 13. bis zum 20. Februar Tunesiens Kultur ins Rampenlicht stellt.

«Tunesiens Kulturszene ist lebendig und vielfältig. Auch sie hat dazu beigetragen, dass die Menschen für Freiheit und Demokratie gekämpft haben», verdeutlichte gestern Claude Frisoni in der Abtei Neumünster, wo er gemeinsam mit Serge Kollwelter, Mitbegründer der ASTI und Wahlbeobachter bei der ersten freien Wahl in Tunesien, das Programm zur ersten tunesischen Woche in der Abtei Neumünster vorstellte. Sowohl diverse Ausstellungen und Dokumentarfilme, die die Hintergründe der Revolution beleuchten, als auch tunesische Musiker, die mit nordafrikanischen Klängen ihre Zuhörer verführen, stehen auf dem Programm dieser ersten kulturellen Woche.

Doch nicht nur kulinarische und kulturelle Häppchen stehen auf dem Spielplan. «Der Dialog und die unmittelbare Begegnung zwischen den Nationen sind unentbehrlich», so Frisoni. Und gerade aus diesem Grund lädt er am 19. November zum Rundtischgespräch mit Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und tunesischen Politikern, die gemeinsam über die Entfaltung der Demokratie in Tunesien beraten.