Die Auszeichnung katapultiert die Autoren wochenlang in die Bestsellerlisten und garantiert oft Auflagen bis zu 500 000 Exemplaren.
Wie in Luxemburg gibt es auch in Frankreich mehr als einen Literaturpreis, von denen jedoch nur einige als verkaufsfördernd gelten: der Prix Femina, der Prix Renaudot, der Prix Interallié, der Prix Médicis und ganz besonders der an diesem Mittwoch vergebene Prix Goncourt.
Der Preis
Der Prix Goncourt, benannt nach den Schriftsteller-Brüdern Edmond und Jules de Goncourt, wird seit 1903 vergeben. Zu den bekanntesten Goncourt-Preisträgern gehören Marcel Proust, André Malraux und Simone de Beauvoir. Im vergangenen Jahr hat die zehnköpfige Jury die Auszeichnung dem Schriftsteller Michel Houellebecq zugewiesen. Gleichzeitig mit dem Prix Goncourt wird traditionell der Prix Renaudot verkündet. Der von einer Journalisten-Jury erstmals 1926 vergebene Preis ist undotiert ebenso wie die Preise Femina (seit 1904), Médicis (seit 1958) und Interallié (seit 1930).
All diese Auszeichnungen werden für Erstausgaben vergeben und sind nicht unumstritten, vor allem nicht der Prix Goncourt. Die Mitglieder der Jury sind nicht selten Mitarbeiter großer Verlage, was regelmäßig die Kritik der Interessenverquickung laut werden lässt. In den vergangenen Jahren ging der Löwenanteil der bedeutenden Preise an das Verlags-Triumvirat «Galligrasseuil» (Gallimard, Grasset, Le Seuil).
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