Denn auf die Black Stone Raiders zum Auftakt wollte im dezentralisierten Kulturzentrum «opderschmelz» wohl niemand verzichten, werden die drei Herren – Jean-Paul Bourelly (Gitarre, Gesang), Darryl Jones (Bass) und Will Calhoun (Schlagzeug) – in internationalen Fachmagazinen doch als die Virtuosen schlechthin bezeichnet, die allesamt mit den Größten der Größten auf der Bühne standen. Miles Davis und die Rolling Stones sind nur einige schillernde Namen, die mit ihrer musikalischen Fingerfertigkeit Weltruhm erlangt haben.
Doch es ist bekannt, dass der Schwerpunkt der Düdelinger Musikprogrammgestaltung auf jazzigen Tönen liegt, und so versteht es sich vermutlich von selbst, dass sich auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Dutzende von Jazz-Perlen aneinanderreihen: Eric Legnini, Hugh Coltman, Ralph Towner, Paolo Fresu, Gretchen Parlato, Rabih Abou-Khalil, Carla Bley – allesamt Koryphäen auf ihrem Gebiet, die die Südstadt mit ihren lauschigen Klängen in die wundersame Welt der Südstaaten entführen.
Seit Jahren gehört es zur Tradition, dass auch die Frau im Mittelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt Düdelingen steht. Laut Danielle Igniti reiche ein Tag der Frau längst nicht mehr aus, um sie gebührend zu feiern. Ihr widmet das Kulturzentrum den ganzen Monat März und bringt mit Lisa Touliankina eine der größten luxemburgischen Pianistinnen, die im Jahr 1985 in Moskau geboren wurde, auf die Bühne. Doch nicht nur Musik aus aller Welt und aus allen Zeitepochen ist im bunt gestreiften Programmheft des Düdelinger Kulturzentrums vermerkt.
A wie Aufgang, Z wie Zeltik
Auch die Bühnenkunst wird ganz groß geschrieben. In enger Zusammenarbeit mit dem Théâtre du Centaure und dem TNL inszeniert Marja-Leena Junker «Les femmes savantes» von Molière. Mit Pippi Langstrumpf lädt das Kulturzentrum «opderschmelz» vor allem junge und abenteuerlustige Zuschauer zu einer spannenden Entdeckungsreise in Piratenstädte ein. Jugendliche kommen in der Vorstellung von «Projet ID», einem interdisziplinären Bühnenstück, das vom Traffo initiiert wird, voll auf ihre Kosten. Zugegeben, das kulturelle Leben in Düdelingen ist so bunt wie im Wimmelbuch: Sascha Ley lädt zum sinnlichen Liederabend, Frederic D’Oria-Nicolas und Alexander Kobin zum elegischen Konzertrezital. Und zum Abschluss der Saison erwartet uns das Highlight des Jahres schlechthin: die Düdelinger «Fête de la musique», die dienstälteste des ganzen Landes. Fest steht das vollständige Programm allerdings noch nicht.
Doch John Rech hat bereits einige Namen bekannt gegeben: Katzenjammer, die auf dem «Sonic Visions 2011» für Furore sorgten, und Eternal Tango, die lokalen Helden aus «Dudetown». Ein Novum gibt’s auch: Vom 17. bis 20. Mai geht in Düdelingen die erste Auflage des «International Jazz Festival» über die Bühne. Auf dem Spielplan stehen unter anderem David Laborier, Maxime Bender, Francesco Tristano und viele andere aufstrebende Jazz-Musiker, die im Kulturzentrum «opderschmelz» zum erfolgversprechenden Stelldichein laden.
Zu Demaart
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