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Mobiles Musikmuseum zum Mitmachen

Mobiles Musikmuseum zum Mitmachen
(Tageblatt/Isabella Finzi)

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Die Zweite Auflage der "24 h Electro for Kids" ist seit Sonntag eröffnet und hat schon unzählige Kinder, Eltern und Lehrer erfreut. Bis zum 4. Februar geht die interaktive Ausstellung im "Aquarium" der Rockhal weiter.

Die «Klangskulpturen» von Künstler und Musikforscher Michael Bradke des «Mobilen Musikmuseums» sind so überraschend und doch so einfach, dass niemand ihrem Charme widersteht. Jung und Alt lassen sich zum musikalisch-rhythmischen Experimentieren an den verschiedenen Geräten verführen.

24 h Electro for Kids

In der Rockhal

Jeden Tag geöffnet
von 9.00 bis 18.00 Uhr
(samstags von 10.00 bis 17.00 Uhr)
sonntags geschlossen

Führungen und Workshops auf Anfrage:
Tel.: (+352) 245551
[email protected]

Infos zum MobilenMusikmuseum:
www.musikaktionen.de

Das Mobile Musikmuseum sammelt und entwickelt seit 20 Jahren alles Mögliche, was mit Klängen und Geräuschen zu tun hat, um es pädagogisch wertvoll zu verarbeiten und es in der ganzen Welt mit Hilfe von Bühnenprogrammen, Mitmach-Ausstellungen oder Projekten in Schulen und Kulturhäusern zu zeigen.

Ungewöhnliche Musik-Instrumente

Sieben Exponate hat Experte Bradke in die Rockhal gebracht: ein riesiges Boden-Xylophon, um das bis zu zwölf Kinder Platz nehmen und zusammen spielen können, ein Samplophon, das beim Draufschlagen ulkige Körpertöne wie Lachen, Husten, Gähnen, Schreien, Küssen usw. erzeugt, die sich dann auch noch bunt vermischen, einen Voice Transformer, der die Stimme der Kinder durch Halbierung oder Verdoppelung der Tonhöhe wie Mäuschen, Monster oder Roboter klingen lässt, eine Schlagorgel, die nach Herzenslust mit Flip-Flops geschlagen werden kann und, ähnlich wie die Orgel, hohe Töne von kurzen Rohren und dumpfe Töne von langen Rohren hervorbringt, eine Rhythmus-Maschine (Bit Byte Beat), die Striche auf Papierstreifen in Beat-Impulse konvertiert, einen Trommeltisch für acht Drummer sowie eine originelle Loop-Disco, deren Musik allein durch das Hopsen und Schreiten der Tänzer auf der speziellen Bodenfläche generiert wird.

Was Sampler alles tun können! Das Staunen der Kinder und ihr Spaß beim Betätigen der unkonventionellen Instrumente sind groß. Vor allem, weil es endlich mal erlaubt und sogar erwünscht ist, laut zu singen, zu schreien, zu tanzen und mit Schlagstöcken aller Art zu schlagen.

Bis zum 4. Februar

Am Sonntagmorgen fand im «Aquarium» (so heißt der Ausstellungssaal im ersten Stock der Rockhal) die Eröffnung der bis zum 4. Februar vorgesehenen interaktiven Ausstellung statt. Zusammen mit Olivier Toth, Direktor der Rockhal, und Sam Reinard, Assistent des «Centre de ressources», deren Hauptanliegen bei diesem Projekt darin besteht, Kinder altersgemäß für Musik zu begeistern und somit auch die Rockhal kennenzulernen, empfing Mastermind Michael Bradke persönlich die vielen Besucher, die gekommen waren, um eine originelle Einführung in die Welt der Musik zu erleben und sich dabei köstlich zu amüsieren.
Er animierte einen einstündigen interessanten Workshop «Der Körper als Soundmaschine», der den Kindern auf ganz einfache Weise zeigte, welch kostbares Instrument ihr eigener Körper sein kann und arbeitete gekonnt anthropologische und musikwissenschaftliche Grundkenntnisse mit ein.

Seinem Motto entsprechend, «Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fort …», wird Bradke zwar nicht weiter persönlich in der Rockhal anwesend sein, aber Gilles, ein Animateur, kümmert sich um die Betreuung der Schulklassen und Gruppen, die während des dreiwöchigen Events passieren werden.