Inborn kennen die Antwort, nur darüber reden wollen sie nicht. Und doch tun sie es, weil es ihre verdammte Pflicht ist, darüber zu reden. Standen Sie schon mal inmitten einer Geisterstadt im Mondschein? Das ist unheimlich“, sagt Cédric. «Wir brauchten die Auszeit, die Ruhe, um neue Kraft zu schöpfen, uns zu sammeln und zu besinnen. Die ersten Wochen waren eine wahre Tortur. Und wir wussten, dass wenn wir jetzt in Panik geraten würden, die ganze Sache nur noch schlimmer werden würde», sagt der junge Musiker. Und es wurde schlimmer.
Inborn | CD-Release
Kulturfabrik
Am 4. Juni ab 20 UhrSupport Acts:
• Hal Flavin
• Rolo Tomassi
• The CriimeKontakt:
116, rue de Luxembourg
L-4221 Esch-sur-Alzette
Tel.: (+352) 55 44 93-1
www.kulturfabrik.luInternet:
www.inborn-band.com
Ross Robinson drang in die tiefsten Abgründe ihrer Seelen ein, suchte die direkte Konfrontation mit ihren Obsessionen und entlockte ihnen die brillantesten Klänge. «Wir wussten, auf was wir uns einlassen», offenbart Schlagzeuger Max. Bereuen tun sie es nicht. «So schmerzhaft und peinigend die psychische Folter auch war, haben wir uns ihm anvertraut», sagt Cédric, Gitarrist und Sänger von Inborn. Die achtwöchigen Aufnahmen beim Starproduzenten Ross Robinson (At The Drive-In, The Blood Brothers, The Cure, Klaxons, Deftones u.v.m.) liegen nun mehrere Monate zurück, die Wunden sind längst geheilt und Inborn stehen an der Schwelle zum internationalen Durchbruch und nicht zuletzt kurz vor der Veröffentlichung ihrer neuen Platte «Persona», für die die fünf blutjungen Musiker alles und jeden haben liegen lassen.
Achtwöchige Aufnahme in L.A.
«Ich denke, das hätte jeder so getan. Wenn man tatsächlich die Möglichkeit erhält, mit solch einem faszinierenden Produzenten zusammenzuarbeiten, rückt alles andere in den Hintergrund», verdeutlicht Cédric, der an dem Tag, als Ross Robinson ihn und seine Band nach L.A. einlud, aus allen Wolken fiel. «Alles begann mit einem gängigen ’friend request’ auf Myspace. Wenig später erhielten wir von Ross Robinson persönlich eine Nachricht. Seine Botschaft: ’You guys rip. Don’t you have any demo tapes to send me?’. Wir konnten es kaum glauben und verschanzten uns tagelang im Aufnahmestudio, um auf die Schnelle zwei Songs aufzunehmen», erinnert sich Max.
Schön verpackt, flogen sie per Einschreiben nach L.A., Inborn kurze Zeit später hinterher. Wie sie die Aufnahme bei Ross Robinson finanziert haben, bleibt ihr Geheimnis und tut an dieser Stelle auch nichts zur Sache. Cédric gesteht freimütig ein: «Ich wäre gerne noch eine Woche länger geblieben, um auch dem Gesang den letzten Feinschliff zu verpassen.» «Doch irgendwann muss auch mal gut sein», meint Max.
Ross Robinson glättet die Kanten
Insgesamt haben sie in L.A. zehn Songs neu arrangiert und produziert. Und das Resultat lässt sich ihrer Meinung nach hören. «Wir haben in diesen acht Wochen unsere Identität gefunden», verdeutlicht Cédric. Ganz gewandelt haben sie sich dennoch nicht. Inborn klingen immer noch nach Inborn. Ross Robinson hat lediglich die Kanten geglättet und abgerundet. Heute klingen sie mystischer, verträumter, melancholischer und deutlich ausgereifter. Die Sterne stehen günstig. Davon sind Inborn überzeugt.
Nach dem Auftritt in der Kulturfabrik geht’s auch auf Tournee. Geplant ist eine zweiwöchige Tour durch deutsche Städte mit der Band «vs. Rome». Und im Herbst dieses Jahres stehen dann auch die ersten Showcases in Brüssel und London auf dem Spielplan. «Wir sind zuversichtlich», sagt Cédric. Nicht zuletzt wegen der tatkräftigen Unterstützung des Luxemburger Exportbüros «music:LX».
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