Freitag30. Januar 2026

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Erstklassige, souveräne Darbietung

Erstklassige, souveräne Darbietung
(Tageblatt/Alain Rischard)

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Aus dem künstlerischen Konnubium zwischen der „Chorale municipale Uelzecht“, dem Orchester Estro Armonico und den Solisten Danièle Patz (Soprano) und Luc Nilles (Baryton) entstand, unter der Leitung von Jeff Speres, eine hockkarätige musikalische Darbietung.

Die vielen Proben, die das Einstudieren eines so anspruchsvollen Werkes wie „Ein deutsches Requiem“ wohl benötigt hat, sind der Mühe wert gewesen. Chor, Solosänger und Orchester haben ihre Talente fruchtbar zusammengeschlossen und Jeff Speres, der seit 1998 die „Chorale Uelzecht“ leitet, hat an die Erfolge seiner vergangenen Konzerte angeknüpft.

Leicht und souverän

Die majestätische und gleichsam besinnliche Kulisse der neogotischen Dekanatskirche, deren Bauzeit (1873-1877) der Uraufführungszeit des Brahmschen Requiems entspricht (1868), gewährte dem speziellen Abend den gebührenden visuellen und akustischen Gesamteindruck.

Da man unter „Requiem“ eine Heiligenmesse für Verstorbene sowie auch eine kirchenmusikalische Komposition zum Gedenken an die Toten versteht und die Texte gewöhnlich in Latein geschrieben sind, hat Brahms sein Werk „Ein deutsches Requiem“ genannt, um auf die deutsche Sprache seiner Texte hinzuweisen.

Die sieben Teile (Sätze) seines Requiems bestehen aus Auszügen des Neuen und Alten Testaments der Lutherbibel und sind, anders als erwartet, keine schwermütigen Trauerverse, sondern sie bestehen aus trostbringende Psalmen und Zitate für die Lebenden.

Insofern ist auch die Musik keinesfalls bedrückend, sondern zugleich leicht und souverän. Die von Brahms angegebenen Tempi reichen von eingangs „ziemlich langsam und mit Ausdruck“, über „etwas bewegter“ und „allegro non troppo“, bis hin zu „vivace“, „allegro“ und „feierlich“, was den hoffnungs- und trostbringenden Charakter seiner Komposition unterstreicht.

Kräftiger Applaus

Das renommierte Orchester Estro Armonico, die erfahrenen Sänger der „Chorale Uelzecht“ und die talentierten Solisten haben, unter der professionellen Leitung von Jeff Speres, den Anweisungen des deutschen Meisters der Hochromantik voll und ganz Rechnung getragen und am Samstag ein erstklassiges Konzert geboten, das mit viel Aufmerksamkeit und anschließendem langanhaltenden, kräftigen Applaus gewürdigt wurde.