Freitag30. Januar 2026

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«Eigentlich nicht zu bewältigen!»

«Eigentlich nicht zu bewältigen!»
(Julian Röder)

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Am Freitag stellt der niederländische Regisseur Johan Simons seine Inszenierung des Theaterstücks „König Lear“ nach William Shakespeare vor. Schauspieler André Jung über seine Rolle des alten Königs.

Shakespeare ist ja allgemein bekannt und seine Stücke wurden unzählige Male inszeniert. Inwiefern ist diese Inszenierung vom „König Lear“ anders?

König Lear

Grand Theâtre de Luxembourg
Vorstellungen am 28. und 29. März um 19 Uhr
www.tickets.lu

André Jung: „Johan Simons’ Inszenierung ist näher an den Ursprüngen der Shakespeare’schen Aufführungstradition. Dies zeigt sich zum Beispiel beim Spielstil, der eher holzschnittartig und volkstheaternah ist. Auch bei der Rollenverteilung ist diese Inszenierung nahe am Original. Alle Rollen werden, wie damals üblich, von elf Schauspielern gespielt.“

Denken Sie, dass durch die deutsche Übersetzung die Besonderheiten von Shakespeares Sprache verloren gehen?

„In jeder Übersetzung bleiben Feinheiten auf der Strecke. Die Einbußen halten sich in der frechen, pathosfreien Übersetzung von Frank Günther jedoch eher in erträglichen Grenzen.“

Wie lange spielen Sie schon die Rolle des „King Lear“ und denken Sie, dass die Art der Darstellung mit der wachsenden Erfahrung gereift ist?

„Ich spiele die Rolle mittlerweile seit ziemlich genau einem Jahr. Meine schauspielerische Neugierde treibt mich natürlich zur Weiterentwicklung der komplexen Charakterrolle.“

Das Stück an sich ist ja ein Klassiker. Inwiefern kann Johan Simons’ Inszenierung als klassisch betrachtet werden und welche Elemente wurden eingebaut, um das Stück an unsere Zeit anzupassen?

„Wir alle sind keine Zeugen von Klassik, wir wissen nicht einmal, wie sie sich definiert. Unsere Inszenierung verzichtet eigentlich eher auf Modernismen. Die Handlung ist in einer imaginären Zeit und einem imaginären Raum angesiedelt, was Shakespeare sehr nahe ist.“

Das gesamte gespräch mit André Jung lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe des Tageblatt.