Dienstag27. Januar 2026

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«Echo des dortigen Lärms»

«Echo des dortigen Lärms»
(Julien Jaulin)

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Die Veranstaltungsreihe „Israël – Palestine, Regard de l’autre/ Regarde l’autre“ will einen kritischen und künstlerischen Blick auf das Thema „Palästina“werfen.

Das Video auf YouTube lässt an Jimi Hendrix denken, als er in Woodstock auf seiner Gitarre die amerikanische Nationalhymne spielte, und sie akustisch so zerstückelte, dass der Eindruck von Maschinengewehren und Hubschraubern entstand: eine künstlerische Stellungnahme zum damaligen Vietnamkrieg.

Außerdem…
Im April und Mai dieses Jahres finden noch eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema „Palästina“ in der Reihe „Regard de l’autre/Regarde l’autre“ statt.
Neimënster
8.4.-28.4.2015: „Empreintes de passage“, Fotoaustellung von Raed Bawayah
2.4.-3.5.2015: Ausstellung von „Breaking the Silence“, einer Vereinigung von früheren israelischen Soldaten.
27. und 29.4., 20.00 Uhr: „Un captif amoureux“ (Theaterstück von Jean Genet / Mise en scène: Guillaume Clayssen)
Kapuzinertheater
23. und 28.4.2015: „A portée de crachat“ (Theaterstück von Taher Najib)

Wenn er in dem Spektakel „Looking for Gaza“ über die Zerstörungen im Gazastreifen erzählt, wird der Darsteller und gleichzeitiger Regisseur Gérald Dumont vom Violinisten Frédéric Baudimant begleitet. Zudem erklingt im Hintergrund wilder Elektrorock. Die Geige, die Musik vom Band und das stakkatoartige Erzählen schaffen – ebenso wie damals Hendrix – ein akustisches Bild von Zerstörung. Für Gérald Dumont, ebenfalls Autor, ist das Stück Mittelding zwischen Reisebericht und Elektrokonzert. Die Musik, die den Text begleitet, beschreibt er als „Echo des dortigen Lärms“. Der vollständige Titel des Stückes lautet übrigens „Looking for Gaza (Oratorio electro)“.

Das Stück erzählt die Erlebnisse des Autoren auf dem Weg nach Palästina, aber auch von seinen Begegnungen und Erfahrungen dort. Eigentlich wollte er nach Gaza, wo man ihn jedoch nicht hineinließ. Stattdessen ging er ins Westjordanland. Der Titel deute eben auf die Suche nach Gaza hin, die Stadt, die er nicht erreichen konnte.

Zwei Jahre hätten die Vorbereitungen gedauert, in denen sich einiges getan habe: Palästina bekam Beobachterstatus bei der UNO, wurde so faktisch als Staat anerkannt, und die Fatah und die Hamas hatten sich wieder verbündet, und trotzdem: „Peu de choses ont changé.“