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(Tageblatt/François Besch)

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Noch bis Ende des Monats laufen im Mudam die Dreharbeiten zu einem gemeinsamen Film der französischen Künstlerin Sylvie Blocher und des luxemburgischen Filmemachers Donato Rotunno.

Über Zeitungsanzeigen suchte das Mudam vor wenigen Wochen nach Freiwilligen. 100 Personen wurden benötigt, um das Filmprojekt im Rahmen der großen Ausstellung der Französin Sylvie Blocher realisieren zu können.

Ausstellungen Sylvie Blocher

Mudam

„S’inventer autrement“

Vom 8. November 2014
bis zum 25. Mai 2015
Mi.-Fr., 11-20 Uhr
Sa.-Mo., 11-18 Uhr
www.mudam.lu

Galerie Nosbaum-Reding

«Behind the Invisibles»

Vom 8. November 2014
bis zum 10. Januar 2015
Di.-Sa., 11-18 Uhr
www.nosbaumreding.lu

Weitere Infos

www.sylvieblocher.net

www.dreams.lu

Um teilzunehmen, sollten sich die künftigen Protagonisten des gemeinsam mit dem Luxemburger Donato Rotuno entstehenden Films „Dreams Have a Language“ im Museum einschreiben und eine Idee zum Ändern der Welt bereithalten. Die Resonanz war enorm, innerhalb kurzer Zeit waren alle 100 Termine vergeben.

Atrium als Filmstudio

Die Dreharbeiten begannen am Mittwoch und werden sich über den ganzen Monat November erstrecken. Einerseits dienen die nach und nach entstehenden Szenen dazu, einen eigenständigen, abendfüllenden Film zu realisieren, der im Frühjahr 2015 fertig sein soll. Andererseits werden die einzelnen Clips, die so zusammenkommen, sofort als Teil der monografischen Ausstellung Blochers mit dem Titel «S’inventer autrement» ab Samstag im Mudam gezeigt.

Allein schon die Kulisse beim Betreten des Mudam beeindruckt derzeit: Im imposanten, lichtdurchfluteten Atrium geht die Künstlerin spielerisch mit der Architektur des Pei-Museums um, holt die Außenmauern aus «Magny doré»-Stein ins Innere. Zwölf Meter hoch ist die Wand, vor der sich alles abspielt. Gerüste werfen, geschickt beleuchtet, spannende Schatten. Drumherum schaut’s aus wie in einem Filmstudio: Kameras allenthalben, Steuerpulte, Scheinwerfer und alles, was dazugehört.

Davor steht die «Flugmaschine» von Yves Barta («Fantasmagorie»). Diese erlaubt es den Protagonisten, die in „Dreams Have a Language“ auftreten, dem Boden der Tatsachen zu entschweben: Ob sie dabei nun ein paar Zentimeter oder bis zu zwölf Meter hoch „fliegen“ möchten, bleibt ihnen dabei überlassen.

Dem Abheben – auf unserem Bild erkennt man den Direktor des «Casino Forum d’art contemporain», Jo Kox, der am Donnerstagnachmittag selbst den Versuch gewagt hat – geht übrigens ein Gespräch mit der Künstlerin Sylvie Blocher voraus. Dabei geht es um die «Idee, die Welt zu ändern», die man sich vor dem Treffen mit ihr ausgedacht hat. Die Künstlerin nimmt sich sehr viel Zeit und geht bei ihren Gesprächen mit viel Gespür und Liebe zum Detail auf das ein, was ihr Gegenüber ihr erzählt.

Doku-Fiktion

Wie eingangs erwähnt soll später aus all dem Material, das Blocher so zusammenträgt – den Clips, aber auch den Gesprächen – ein Film entstehen, halb dokumentarisch, halb Fiktion. Besonders beeindruckende „Flugmomente“ sollen als Grundlage zu einer cinematografischen Arbeit dienen, die in einem Drehbuch münden soll, wobei verschiedene Rollen dann von echten Schauspielern übernommen werden sollen.
Das Projekt „Dreams Have a Language“ entsteht in Zusammenarbeit der Künstlerin mit der Filmgesellschaft Tarantula und dem «Fonds national de soutien à la production audiovisuelle».